Rechnungshof: AVISO Internationales Symposium über die Stärkung der öffentlichen Finanzkontrolle im Parlament in Wien

Koordination und Kontrolle von Hilfsgeldern am Beispiel der Tsunami-Katastrophe

Wien (OTS) - Morgen, Dienstag, 20. Juni 2006, eröffnet der Präsident des Nationalrates, Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol, das Internationale Symposium zur Stärkung der öffentlichen Finanzkontrolle im Parlament, Lokal VI, in Wien.

Höchstrangige Vertreter aus Politik, Verwaltung, Finanzkontrolle und Wissenschaft diskutieren am Beispiel der Kontrolle der Tsunami-Hilfsgelder, inwieweit die öffentliche Finanzkontrolle dazu beitragen kann, dass die von einer Katastrophe Betroffenen die zur Verfügung gestellten Mittel rasch und in bedarfsgerechter Weise erhalten.

Am Rednerpult sind weiters die EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und europäische Nachbarschaftspolitik Dr. Benita Ferrero-Waldner, die Bundesministerin für Auswärtige Angelegenheiten, Dr. Ursula Plassnik, der Bundesminister für Finanzen, Mag. Karl-Heinz Grasser bzw. der Staatssekretär, Dr. Alfred Finz, die Präsidenten der unabhängigen Rechnungshöfe von Österreich, Dr. Josef Moser, den Vereinigten Staaten, David Walker, den Niederlanden, Saskia Stuiveling, von Ungarn, Dr. Arpad Kovacs und Indonesien, Dr. Anwar Nasution, sowie des Europäischen Rechnungshofes, Dr. Hubert Weber, und Repräsentanten der UNO, der Medien und der Wissenschaft vertreten. Durch die Veranstaltung führt Mag. Gertrude Aubauer.

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind Mitglieder des Nationalrates, der Landtage, der Landesregierungen und Landesrechnungshöfe, der Städte und Gemeinden, der Volksanwaltschaft, der religiösen Gemeinschaften, von Hilfsorganisationen, Weltbank und gesetzlichen beruflichen Vertretungen (Kammern) sowie von Obersten Rechnungskontrollbehörden von über 20 Nationen, darunter Russland, Großbritannien, Marokko, Schweden, die Schweiz, Finnland oder Deutschland.

Rechnungshofberichte über humanitäre Hilfe und Wiederaufbauhilfe

Der österreichische Rechnungshof hat hiezu einen Bericht über die Humanitäre Hilfe und Wiederaufbauhilfe nach der Flutkatastrophe in Südostasien erstattet (www.rechnungshof.gv.at/Leistungen/Berichte Bund/Bund_2006_06). Dieser Bericht und ähnliche Studien aus anderen Ländern wie Indonesien, den Niederlanden oder dem Vereinigten Königreich, geben Empfehlungen, um die Mittelverwendung nachvollziehbar zu gestalten, das Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit den Mitteln der Katastrophenhilfe zu stärken sowie das Vertrauen und die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zu rechtfertigen. Der Rechnungshof der USA legte einen Bericht über die staatlichen Hilfsgelder nach den verheerenden Hurrikans "Katrina" und "Rita" vor.

Erklärung von Wien zur internationalen Katastrophenhilfe

Ziel des Symposiums ist eine gemeinsame Erklärung zu:

- Harmonisierung, Kooperation und Koordination, um die Abwicklung der Katastrophenhilfe zu verbessern

- Konkrete und unmissverständliche Zweckwidmung der öffentlichen Mittel für Katastrophenhilfen

- Einführung und Erfüllung anerkannter Qualitätsstandards

Diese Erklärung soll dazu beitragen, dass die vom betroffenen Staat treuhändisch bewirtschafteten Mittel der Katastrophen- und Wiederaufbauhilfe transparent, widmungsgemäß, wirtschaftlich und zweckmäßig im Rahmen der Hilfsprojekte im Sinn der Geber und Empfänger eingesetzt werden können.

Rückfragen & Kontakt:

Rechnungshof
Mag. Irene Spreitzer
Tel.: +43/1/71171 - 8264

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