BMF: Korrekte steuerliche Behandlung der Pensionsabfindung bei Elsner

Gegenteilige Behandlung hätte tausende Österreicher betroffen und den Vertrauensschutz verletzt

Wien (OTS) - Abfindungen von Firmenpensionen sind nach der in den Jahren 1990 bis 2000 geltenden Rechtslage mit dem halben Einkommensteuersatz zu besteuern. Diese Regelung wurde seinerzeit deshalb eingeführt, weil es bei einer Pensionsabfindung zu einem zusammengeballten Lohn kommt, der zu einer atypisch hohen Steuerprogression führt. Die ermäßigte Besteuerung wurde in den Jahren 1990 bis 2000 in einer Vielzahl von Fällen - Schätzung um die 100 000 Personen - in Anspruch genommen. Unter anderem war dies im Zuge der Sanierung der verstaatlichen Industrie ein häufig angewendetes Instrument. Im Hinblick auf die zunehmend forcierte Förderung von Betriebspensionen und der Pensionseigenenvorsorge, die als "echte" Altersvorsorge ausgeprägt sind - also auf laufende Pensionszahlungen abstellen - , wurde die Begünstigung 2001 abgeschafft. Erst nach Abschaffung der Regelung hat der Verwaltungsgerichtshof abweichend von der langjährigen Verwaltungspraxis eine Rechtsauslegung vertreten, wonach Pensionsabfindungen während des aktiven Dienstverhältnisses nicht dem ermäßigten Steuersatz unterliegen. Im Hinblick auf den Vertrauensschutz zigtausender Österreicherinnen und Österreicher sowie die bereits erfolgte Abschaffung der Steuerbegünstigung wurde die Verwaltungspraxis nicht rückwirkend "in die Vergangenheit" geändert.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Finanzen
Mag. Manfred Lepuschitz
Pressesprecher
Tel.: 0043/1/514 33-1188

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFI0001