Haider fordert stärkere Anhebung der Löhne in Unternehmen mit Rekordgewinnen

Schere zwischen Gewinnen der österreichischen Unternehmen und Löhnen der Arbeitnehmer immer größer - Korrektur auch positiv für Gesamtwirtschaft

Klagenfurt (OTS) - Kärntens BZÖ-Chef Landeshauptmann Jörg Haider übt heute Kritik an der immer größer werdenden Schere zwischen den Gewinnen der österreichischen Unternehmen und den Löhnen der Arbeitnehmer. Laut einem Bericht in der heutigen Ausgabe der "Kleinen Zeitung" seien im Vorjahr die Gewinne der im Wiener Börsenleitindex ATX zusammengefassten Unternehmen um durchschnittlich 53 Prozent gestiegen, während im gleichen Zeitraum ein Anstieg des Personalaufwandes um nur ein Prozent zu verzeichnen ist.

"Wir haben es hier mit einer Schieflage zu tun, die dringend korrigiert werden muss. Es kann nicht so sein, dass die Unternehmen Rekordgewinne verbuchen, die Dividenden massiv angehoben werden und die Gehälter der Topmanager um 30 Prozent steigen, während die Hälfte der Arbeitnehmer nicht einmal eine Gehaltserhöhung bekommt", so Haider. Eine stärkere Anhebung der Löhne und damit fairere Aufteilung von Unternehmensgewinnen hätte überdies auch positive Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft. "Höhere Löhne für die kleinen Arbeitnehmer fließen direkt in den Konsum und kommen damit wieder der österreichischen Wirtschaft zugute."

Haider erneuert aber auch seine Forderung nach der Einführung von Schutzzöllen bei Nichteinhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards in der Produktion. "Auch hier geht es um die Interessen der Arbeitnehmer. Wenn etwa in Asien billigst produziert werden kann, weil die in Europa üblichen sozialen und ökologischen Standards in der Produktion nicht gelten, dann gefährdet das hunderttausende Arbeitsplätze in der Union. Dieser gefährlichen Entwicklung als Folge der Globalisierung müssen wir durch die Einführung von Schutzzöllen begegnen. Was in China und den USA möglich ist, muss auch bei uns möglich sein."

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