Tierversuch für Artenschutz?

Die Doppelmoral des Schönbrunner "Tiergartens"

Wien (OTS) - Vor einigen Wochen erblickten im Schönbrunner "Tiergarten" zwei Tigerbabies das Licht der Welt, auch sie sind dazu verdammt Zeit ihres Lebens hinter Gittern zu verbringen. Schönbrunn verkauft dies als Artenschutz, obwohl mittlerweile klar ist, dass diese Tiere niemals ausgewildert werden können.

Ausgerechnet der Pharmakonzern Wyeth hat für eins der Jungtiere die Patenschaft übernommen, weil der Name eines neu entwickelten Breitbandantibiotikums ja so gut zum Tiger passt: Tygacil. Für dieses Medikament mussten jedoch Tiere leiden und sterben, unter ihnen Hamster, Mäuse, Ratten und Kaninchen.

(Quelle: http://www.fda.gov/cder/foi/label/2005/021821lbl.pdf)

Hier wird versucht, unter dem Deckmantel eines ohnehin nicht funktionierenden Artenschutzes, Publikumsmagneten in Form von Jungtieren heranzuzüchten, gesponsert von Unternehmen, die selbst unzählige Tiere auf dem Gewissen haben, obwohl der tatsächliche Nutzen von Tierversuchen für den Menschen immer mehr in Frage gestellt wird.

Vielleicht macht es die neue Frau Direktor Schratter besser? Oder wird im Zoo Schönbrunn weiterhin auf Teufel komm raus gezüchtet, wer auch immer die bedauernswerten Nachzuchten letztendlich finanziert.

Rückfragen & Kontakt:

Marion Löcker
Tel.: 01/897 33 46
Österreichischer Tierschutzverein
www.tierschutzverein.at

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