AKS: SchülerInnen werden um Zukunft betrogen

Handeln statt weiter zusehen!

Wien (SK) - Die Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) sieht, aufgrund der von der ArbeiterInnenkammer veröffentlichten Zahlen zu den Drop-Out-Raten im österreichischen Bildungssystem akuten Handlungsbedarf. "Wenn sechs Prozent der 15- und 16-Jährigen jährlich aus dem Bildungssystem ausscheiden und keine über den Pflichtschulbereich hinausgehende Bildung haben, müssen die Alarmglocken auch im Bildungsministerium läuten", sagte aks-Bundesvorsitzende Ingrid Gogl. ****

Die Ursachen sieht die SchülerInnenvertreterin in Struktur und Funktionsweise des Schulsystems. "Wenn der Grundtenor in den Schulen nicht die Förderung aller, sondern Selektion nach 'Verwertbarkeit' ist und überdies nicht genügend Lehrstellen und Schulplätze zur Verfügung gestellt werden, wundert es nicht, dass die Motivation der jungen Leute sinkt und die Jugendarbeitslosigkeit steigt. In unserem Bildungssystem zählt schnelles Vorankommen, wer nicht mithalten kann, wird ausselektiert", kritisiert Gogl weiter.

"Wir wünschen uns schon lange eine grundlegende Reform im Schulsystem, damit alle SchülerInnen nach Begabungen gefördert werden und niemand auf der Strecke bleibt", kräftigt Gogl ihren Wunsch nach Reformen.

Für die aks wären wichtige Schritte der Umstieg zum Kurssystem, die Abschaffung des 'Sitzenbleibens', sowie die Schaffung von mehr Lehrstellen. "Wenn Junge Menschen nicht in die Schule ihrer Wahl gehen können, durch den stetigen Leistungsdruck demotiviert werden oder verzweifelt auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, dann werden sie um ihre Zukunft betrogen. Was wir brauchen ist ein Bildungssystem, das Perspektiven schafft anstatt sie zu verbauen", so die Bundesvorsitzende abschließend. (Schluss) wf/mm

Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003