Rest-Hinterseer: Studie bringt totale Männerdominanz in der Politik am Land zutage

Mander, `s isch Zeit...

Wien (OTS) - "Eine heute in der Bundesanstalt für Bergbauern präsentierte Studie mit dem Titel "Frauen und Politik am Land" bringt eine totale Männerdominanz in allen Bereichen der Politik am Land zutage. Der Agrarbereich ist heute noch wie kaum ein anderer politischer Sektor ein Ort hegemonialer Männlichkeit. Frauen bleiben außen vor und sind völlig unterrepräsentiert in der Politik, Verwaltung und der ÖVP-nahen Interessensvertretung," kritisiert die Regionensprecherin der Grünen, Heidi Rest-Hinterseer.

Obwohl der Anteil von Frauen als Betriebsleiterinnen bereits bei rund 40 Prozent liege, finde dieser Umstand keinerlei Entsprechung in der ÖVP-dominierten Politik im ländlichen Raum, betont Rest-Hinterseer. Weder im Nationalrat, noch in den Landtagen, im Landwirtschaftsministerium, in den Agrarbezirksbehörden oder in der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern spiegelt sich dieser hohe Anteil der Frauen als Betriebsleiterinnen wider. Besonders krass sei die Situation auch bei Raiffeisen, wo weder in der Generalanwaltschaft, noch im Vorstand noch in nennenswerten Positionen der Verbände und Banken Frauen zu finden seien. "Die Ausgrenzung von Frauen und die Männerlastigkeit der Agrarpolitik ist nicht nur einer lebensnahen Politik abträglich, sondern auch demokratiepolitisch höchst bedenklich," warnt Rest-Hinterseer.

Die Grünen fordern ein Aktionsprogramm zur deutlichen Erhöhung der politischen Beteiligung von Frauen in allen Bereichen und eine verstärkte Förderung von Frauen als wesentliche Akteurinnen des ländlichen Raums. Auch auf den Betrieben sei es höchste Zeit, dass Männer ihren Beitrag zu einer gerechten Verteilung der Versorgungsarbeit leisten, damit den Frauen auch die Zeit bleibt, sich an politischen Entscheidungsgremien beteiligen zu können, betont Rest-Hinterseer abschließend.

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