Grüne Leopoldstadt: Wird der Prater nun doch zum Disneyland?

Hasch: "Zu befürchten, dass ÖVP sich gegen Interessen kleiner UnternehmerInnen entscheidet"

Wien (OTS) - Nur einen Tag nach der Präsentation des schwammigen Mongon-Masterplans beschloss die SPÖ mit den Stimmen der ÖVP in großkoalitionärer Eintracht in der Sitzung der Bezirksvertretung Leopoldstadt den Flächenwidmungsplan zum Wurstelprater. Den Oppositionsparteien wurde keine Möglichkeit gegeben vorab den zugrundeliegenden Masterplan zu studieren.

Stimmte die ÖVP im Bauausschuss noch dagegen wurde sie nun zum Steigbügelhalter für eine SPÖ-Mehrheit. "Normalerweise nennt man so etwas 'Im Liegen umfallen'", kommentiert der Grüne Bezirksvorsteherstellvertreter. Adi Hasch diesen unverständlichen Meinungsschwenk. Völlig unverständlich sind für Hasch auch die heutigen Aussagen des Klubobmanns der Leopoldstädter ÖVP, wonach sich die Praterunternehmer mit dem Mongon-Masterplan angefreundet hätten. Laut den gestrigen Zeitungen betrachtet der Verband der Praterunternehmer den Mongon-Masterplan mit großer Skepsis. "Es ist zu befürchten, dass sich die ÖVP ein weiteres Mal gegen die Interessen kleiner UnternehmerInnen entscheidet", stellt Hasch fest.

Völlig überraschend schließt die SPÖ entgegen früherer Stellungnahmen eine Absperrung des Praters nicht mehr aus. Auch zu einem Bekenntnis zu einem hochhausfreien Prater konnte sich die SPÖ nicht durchringen. Diesbezügliche Anträge der Grünen wurden von der SPÖ abgelehnt. "Der Leopoldstadt droht ein Disneyland. Es gibt keine Garantie, dass der Prater ganzjährig rund um die Uhr zugänglich bleiben wird", reagierte Hasch empört. "Der Wurstelprater ist definitiv in Gefahr", bringt Hasch die Situation abschließend auf den Punkt.

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