AK Test: Mietauto im Urlaub kann teuer werden (1)

Saftige Preisunterschiede bei den einzelnen Autoverleihern für ein und denselben Urlaubsort

Wien (OTS) - Ein Mietauto kann einen Urlaub erheblich verteuern.
Das zeigt ein AK Test: KonsumentInnen müssen mit erheblichen Preisunterschieden rechnen, wenn sie für einen einwöchigen Sommerurlaub ein Mietauto buchen. So kann ein Leihauto auf der spanischen Insel Mallorca beim teuersten Anbieter um 215 Euro mehr kosten. Anhand von zwölf ausgewählten Urlaubsregionen in Europa wurden die Preisunterschiede der Angebote festgestellt. Zeitraum der Erhebung war Mai 2006.

Die AK hat im Mai die Angebote für einen Mietwagen in europäischen Urlaubsländern überprüft - Mallorca, Gran Canaria, Ibiza (alle Spanien), Antalya (Türkei), Korfu, Rhodos, Kos (alle Griechenland), Lissabon (Portugal), Larnaca (Zypern), Palermo (Sizilien), Cagliari (Sardinien) und Malta. Angefragt wurde ein Mietauto für eine Woche in der Sommerhauptsaison bei den Anbietern Sixt, Budget, Avis, Hertz, Europcar, Thrifty Car, Sunny Cars, Holiday Autos. Erhoben wurden die kompletten Mietkosten wie Mietpreis, alle Steuern, Vollkasko-, Diebstahl-, Personeninsaßenversicherung (wenn überhaupt möglich) und unlimitierte Kilometer ebenso wie der eventuell mögliche Ausschluss des Selbstbehaltes bei selbstverschuldeten Unfällen und Diebstählen durch eine Zusatzversicherung.

Der AK Test zeigt, dass die Preisunterschiede bei den einzelnen Anbietern für ein und denselben Urlaubsort saftig sind, sagt die AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. Wer die Insel Mallorca mit einem Mietauto erkunden möchte, zahlt beim teuersten Anbieter 215 Euro (135 Prozent) drauf. Das günstigste Angebot liegt hier bei 159 Euro (Sunny Cars), das teuerste bei über 374 Euro (Avis). Ein Mietauto für eine Woche kann je nach Anbieter und Urlaubsregion zwischen knapp 155 Euro (Sixt in Cran Canaria) und fast 487 Euro (Europcar in Antalya) kosten. In Gran Canaria können Urlauber im schlechtesten Fall für ein Mietauto um über 130 Prozent mehr ausgeben. Im türkischen Antalya bekommen Konsumenten das Mietauto bei Holiday Autos um 259 Euro, bei Europcar um knapp 487 Euro. Zu den teuersten Anbietern zählen die Autovermieter Europcar, Hertz und Avis. Zu den günstigsten je nach Urlaubsregion Sunny Cars, Holiday Auto, Budget und Sixt.

Die Personeninsaßenversicherung kann den Gesamtpreis erheblich beeinflussen. So kostet in Mallorca zum Beispiel das Gesamtpaket für eine Woche Automiete bei Sunny Cars 159 Euro, die Insaßenversicherung ist in diesem Preis bereits enthalten. Hingegen wird bei Hertz für die gleiche Destination die Personeninsaßenversicherung mit knapp 60 Euro noch extra verrechnet. An manchen Standorten wird gar keine Personeninsaßenversicherung angeboten.

Gegenüber 2005 fanden unterschiedliche Preisveränderungen statt. Während auf den griechischen Inseln die Preise im Durchschnitt sinken (minus 2,9 Prozent in Kos, bis zu minus 10,5 Prozent in Rhodos), sind in den meisten Destinationen - insbesondere spanische Reiseziele (von plus 4,3 Prozent in Mallorca bis plus 11,3 Prozent in Ibiza) - die Preise gestiegen.

(Forts.)

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