Förderung für marktreife Kreativwirtschaftskonzepte

2. Kreativwirtschaftscall wählt Projekte aus Design, Musik und Multimedia mit 4 Mio EUR Projektvolumen

Wien (OTS) - 16 geförderte Projekte mit einem Projektvolumen von insgesamt rund EUR 4 Mio - das ist das Ergebnis des zweiten österreichweiten Calls für Design, Musik und Multimedia des iP -ImpulsProgramm creativwirtschaft,- einer Initiative der Austria Wirtschaftsservice GmbH und der Wirtschaftskammer Österreich (als Trägerin der arge creativ wirtschaft austria.)

Der call richtete sich zum zweiten Mal an Österreichs kreative Wirtschaftstreibende und rief bereits im Dezember 2005 zur Einreichung innovativer Geschäftsideen auf. 159 Projekte wurden in der ersten Phase, die im Jänner 2006 endete eingereicht, 34 davon konnten die international besetzte Expertenjury von ihrem Potenzial überzeugen und wurden eingeladen, in der zweiten Phase einen Geschäftsplan auszuarbeiten.

Vergangene Woche beurteilten Fachleute aus den Bereichen Multimedia, Musik und Design die ausgearbeiteten Geschäfts- und Projektpläne. Insgesamt 16 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 4 Mio. wurden von der Jury zur Förderung vorgeschlagen. 5 Projekte sind jeweils den Bereichen Design und Musik, 6 dem Bereich Multimedia zuzuordnen. Für Inga Focke, Geschäftsführerin des ImpulsProgramms und der ARGE creativ wirtschaft austria der Wirtschaftskammer Österreich ein erfreuliches Ergebnis: "Unser Ziel ist es, potenziell erfolgsträchtige Geschäftsideen zu unterstützen und hervorragende Projekte zu fördern. Die von der Jury ausgewählten Vorschläge haben ein hohes wirtschaftliches Potenzial und belegen die kontinuierliche Entwicklung der österreichischen Kreativwirtschaft". Ziel des Calls sei es, junge Unternehmen und brillante Geschäftsideen gezielt zu unterstützen, um im Bereich der boomenden Kreativwirtschaft Impulse für nachhaltige Entwicklungen zu setzen. Dabei komme es, so Focke, besonders auf die Qualität der "Leitprojekte" an.

Best Practice in Design, Musik und Multimedia

Gleichzeitig mit der Auswahl der besten Projekte, die von der Förderbank austria wirtschaftsservice ein Förderanbot erhalten, wurden auch je ein "Best-Practise-Projekt" aus dem jeweiligen Bereich von der Jury ausgewählt. Mathias Drexler, Geschäftsführer des ImpulsProgramms und Vertreter der aws über die Projekte: "Die Kreativität der österreichischen Unternehmen an der Schnittstelle von Wirtschaft und Kultur ist beeindruckend. In den best-practise-Projekten verbindet sich beispielhaft kreative Ambition mit wirtschaftlicher Umsetzung."

Im Bereich Design konnte das Projekt "Motorrad Systemhelm" die Jury überzeugen. Entwickelt wurde ein neuer Motorradhelm mit einem innovativen Öffnungssystem, das auch mit Handschuhen und einer Hand leicht zu bedienen ist. Darüber hinaus bietet der Helm besseren Halt im Kiefer- und Nackenbereich und damit erhöhte Sicherheit - ein Musterbeispiel für gelungenes Design.

Im Multimediabereich widmet sich ein Gemeinschaftsprojekt eines Tiroler und eines Wiener Unternehmens der interaktiven und zeit-dynamischen Kartographierung von "Memen". Meme - das sind Gedankeneinheiten, wie etwa Ideen, Konzepte oder kreative Entwicklungen, die sich, zum Beispiel über Internet, vervielfältigen lassen. Mit dem "Meme Mapper" können Informationsflüsse (also die Entstehung und Verbreitung von Memen) dargestellt werden. Die Darstellung stellt dabei auf den zetilich orientierten Prozess ab, wodurch die Analyse etwa der Verbreitung einer Idee oder Nachricht im zeitlichen Kontext ebenso möglich wird, die die Abbildung von Vernetzung und Querbeziehung. Nach einhelligem Urteil der Jury ein wichtiger Entwicklungsansatz zur Strukturierung und Organisation von Information für die Zukunft der Informations- und Multimediagesellschaft.

Gleich zwei Projekte hebt die Musik-Jury als Best-Practise-Beispiele hervor. "Aural Professional Drums" entwickelt authentisch klingende Schlaginstrumente aus Holz, um Musiker und Orchester wieder zum Originalklang von klassischer oder barocker Musik zurück zu führen. Die Erzeugung von entsprechenden Holzpauken mit halbkugelförmigem Resonanzkörper kann nur von wenigen Experten realisiert werden - Aural Professional Drums ist einer davon. Ebenso überzeugend fand die Jury das Projekt "Aggregator", eine Vermittlungsplattform zwischen Urhebern und Verwertern von Musikrechten. Durch die entwickelten technischen Lösungen können österreichische Produktionen schneller als bisher vermarktet werden; sei es als Klingelton, als Download oder auf Websites. Von diesem Projekt erwartet sich die Jury eine wichtige Wirkung für die Musikszene im strukturellen Bereich.

Ein Fest für "Bright Ideas" - Präsentation der geförderten Projekte am 28. Juni in Salzburg

(mit Abg. z. NR Carina Felzmann, Vorsitzende der arge creativ wirtschaft austria/WKO, Dr. Wilfried Haslauer, Landeshauptmann-Stellvertreter von Salzburg und Dr. Peter Takacs, Geschäftsführer der austria wirtschaftsservice und der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung)

Die geförderten Projekte des 2. Calls werden am 28. Juni in Salzburg im Rahmen der Veranstaltung "Bright Ideas" vorgestellt.

Bitte notieren Sie als Termin bereits jetzt:

Bright Ideas - 28. Juni 2006, 19.30 Uhr, gusswerk Eventfabrik GmbH, Söllheimerstraße 16, 5028 Salzburg-Kasern

In enger zeitlicher Abstimmung findet am 28. und 29. Juni am Campus Urstein der Fachhochschule Salzburg das Symposion "Kreativität: Impuls für Innovation" statt. (Mehr Informationen unter www.itg-salzburg.at)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Sabine Pümpel
ip ImpulsProgramm creativwirtschaft

tel.:01 / 5242060
email: puempel@impulsprogramm.at
web: www.impulsprogramm.at

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