Rest-Hinterseer: WK-Chef Leitl verschläft Tourismusmarke Europa - Zu wenig Geld in touristische Klein- und Mittelbetriebe

Grüner Erfolg: Willkürliche Fördergrenze für Tourismusbetriebe verändert

Wien (OTS) - "Wenn WK-Präsident Leitl bei der Eröffnung der Konferenz über die Saisonalität im Tourismus (Seasonality Conference im Europäischen Parlament in Brüssel) eine ‚Dachmarke Europa’ fordert, so hat er offensichtlich einiges verschlafen", erklärt die Tourismussprecherin der Grünen, Heidi Rest-Hinterseer. Sie verweist darauf, dass die Europäische Tourismuskommission (ETC) unter Vorsitz von ÖW-Chef Arthur Oberascher bereits im Oktober 2005 die gemeinsame Dachmarke ‚EUROPE, a never ending journey’ präsentiert hätte. Unter enormen Kostenaufwand sei die ‚einfache, aber tiefe Botschaft’ (O-Ton vom Chef der Werbeagentur Lowe GGK Kobza) entwickelt und dem staunenden Fachpublikum vorgeführt worden. Als Symbol sei der Flügel der Göttin Europa gewählt worden, da Flügel mit einem gewissen Mythos verbunden wären. Gleichzeitig würden Flügel vom Zielpublikum sofort richtig verstanden. Das sei im Fall des Miteigentümers an der Österreich Werbung, der Wirtschaftskammer mit ihrem Präsidenten Leitl, offensichtlich gründlich daneben gegangen. "Die Dachmarke befindet sich vermutlich noch auf ihrem niemals endenden Landeanflug auf Europa", vermutet Rest-Hinterseer und kritisiert, dass zuviel Fördergeld in Dachmarken aller Art und zu wenig Mittel in die touristischen Klein- und Mittelbetriebe fließen.

"Förderungen für des Kaisers neue Kleider gibt es im Tourismus schon zu viele", so Rest-Hinterseer mit dem Verweis auf einen Erfolg der Grünen zur Förderpolitik im Wirtschaftsausschuss: "Die quasi willkürliche Fördergrenze für Tourismusbetriebe unter 150.000 Euro Jahresumsatz konnte sogar von BM Bartenstein nicht mehr argumentiert werden. Allerdings erst, nachdem ich durch Daten der Statistik Austria nachwies, dass mehr als die Hälfte (!) der österreichischen Tourismusbetriebe unter diesem Jahresumsatz liegen."
"Von gebetsmühlenartig wiederholten Absichtserklärungen der ÖVP, besonders die Mikro- und Kleinbetriebe fördern zu wollen, kann die Branche nicht abbeißen. Solange im Tourismus provinzielle Rivalität vorherrscht und Zusammenarbeit ein Fremdwort ist, bleiben die Betriebe trotz schönster Dachmarke sprichwörtlich im Regen stehen", schließt Rest-Hinterseer.

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