Niederwieser: Kosten für Schulbesuch eindeutig zu hoch

Geldbörse der Eltern entscheidet über Schullaufbahn der Kinder

Wien (SK) - Für viele Familien unzumutbar, weil viel zu hoch, sind laut SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser die Kosten für den Schulbesuch der Kinder. "Alles in allem schlagen sich die Kosten pro Kind und Jahr laut Berechnungen der Elternverbände mit 1.850 Euro saftig zu Buche. Dazu kommt noch, dass die Schülerbeihilfen seit sechs Jahren nicht angepasst wurden. Das darf nicht sein - ein modernes und gerechtes Schulsystem muss allen Kindern faire Chancen bieten ", so Niederwieser Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Kosten beginnen beim Schulstartpaket für die Taferlklassler, das durchschnittlich 150 Euro kostet. Dazu kommen Ausgaben für Material, Schulveranstaltungen, Zusatzangebote und Nachhilfe - insgesamt 1.850 Euro pro Kind und Jahr. Allein für Nachhilfe werden in Österreich jährlich 100 Millionen Euro ausgegeben.

"Auch das muss und darf nicht sein!", so Niederwieser. Früherkennung von Leistungsabfällen, verstärkter Förderunterricht in der Schule, Kurssysteme und kleinere Klassen würden dazu beitragen, dass Eltern nicht horrende Summen für Nachhilfe ausgeben müssen bzw. die Eltern nicht zu unfreiwilligen Nachhilfelehrern werden. Laut einer AK-Studie müssen 44 Prozent aller Eltern mit ihren Kindern nach der Schule noch Hausaufgaben machen oder für Prüfungen lernen. In den Volksschulen sind es sogar 64 Prozent. Unser Ziel ist eine "Schule ohne Nachhilfe" - so der SPÖ Bildungssprecher.

Besonders ärgerlich sei für die Eltern auch, dass unter Bildungsministerin Gehrer viele Posten für unverbindliche Übungen und Freigegenstände gestrichen wurden. Stattdessen gebe es kostenpflichtige Ersatzkurse. "Auch das muss nicht sein", betonte der SPÖ-Bildungssprecher und verwies auf die Ganztagsschule, die ein spannendes Programm für alle Kinder, egal, was die Eltern verdienen, bietet. "Die Geldbörse der Eltern darf nicht über die Zukunft der Kinder entscheiden. Derzeit ist das aber der Fall", so Niederwieser abschließend. (Schluss) cs

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