Monatliche Kriminalstatistik des BM.I - Mai 2006

Kriminalität geht weiter zurück

Wien (OTS) - Bis Ende Mai 2006 wurden in Österreich 236,235 Straftaten - 10.670 Delikte weniger als im Vergleichzeitraum des Jahres 2005 - angezeigt. Das bedeutet, dass die Kriminalität gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 4.3 % zurückgegangen ist.

Die Aufklärungsquote ist im selben Zeitraum um 1.2% leicht auf 38.8% gefallen.

Die genaue Betrachtung der Statistik zeigt, dass insbesondere die Einbruchskriminalität um 5.775 Delikte - das sind 12.1 Prozent -gegenüber dem Vorjahr reduziert werden konnte. Einbruchsdiebstähle in Wohnungen wurden sogar um 20,8 Prozent von 6.172 auf 4.890 Delikte und Einbrüche in Einfamilienhäuser um 13.4 Prozent von 2.823 auf 2.446 Anzeigen verringert.
Als deutlicher Erfolg der internationalen Polizeikooperation kann der Rückgang der Fremdenkriminalität betrachtet werden. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 3.638 ausländische Tatverdächtige weniger angezeigt. Der Anteil der Fremden an allen Tatverdächtigen ist damit um 1,5 Prozentpunkte zurückgegangen.

Für Innenministerin Liese Prokop zeigt dieses Ergebnis, dass die österreichische Polizei schnell und zielgerichtet auf neue Herausforderungen reagiert hat. Dabei wurde nie nur auf Einzelmaßnahmen gesetzt: Projekte, wie die vom Bundeskriminalamt initiierte bundesweite Kriminalstrategie, wurden immer mit Verbesserungen im Bereich der technischen Ausstattung oder der polizeilichen Strukturen verbunden. Dabei endet der Blick nicht an unseren Grenzen: Österreich ist eines der Länder das europaweit die meisten internationalen Polizeikooperationen durchführt.
Die Erfolge der österreichischen EU-Präsidentschaft sind daher die Früchte von langjährigen Vorarbeiten, die auch nach dem Juni 2006 in vollem Umfang fortgesetzt werden.

"Die beste Strategie ist aber immer nur so gut, wie die Menschen, die sie umsetzen. Daher wollen wir nie vergessen, dass wir die Erfolge im Kampf gegen die Kriminalität immer den ausgezeichneten Leistungen unserer Polizistinnen und Polizisten zu verdanken haben, die tagtäglich mit vollem Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung arbeiten", so Liese Prokop abschließend.

Angezeigte Fälle Jän - Mai Jän - Mai + / - Jän-Mai 2005 2006 in % Burgenland 4,277 3,665 -14.3% Kärnten 12,685 11,436 -9.8% Oberösterreich 30,411 27,621 -9.2% Salzburg 16,209 15,390 -5.1% Wien 93,544 89,352 -4.5% Tirol 22,420 21,813 -2.7% Niederösterreich 34,020 33,143 -2.6% Steiermark 24,956 25,185 0.9% Vorarlberg 8,383 8,630 2.9% ÖSTERREICH 246,905 236,235 -4.3%

Geklärte Fälle Jän - Mai Jän - Mai + / - Jän-Mai 2005 2006 in % Vorarlberg 4,401 4,695 6.7% Wien 26,479 25,708 -2.9% Tirol 9,563 9,136 -4.5% Niederösterreich 16,174 15,032 -7.1% Steiermark 11,839 10,841 -8.4% Salzburg 5,654 5,090 -10.0% Oberösterreich 15,601 13,651 -12.5% Burgenland 2,202 1,893 -14.0% Kärnten 6,697 5,576 -16.7% ÖSTERREICH 98,610 91,622 -7.1%

Aufklärungsquoten Jän - Mai Jän - Mai + / - Jän-Mai 2005 2006 %punkte Vorarlberg 52.5% 54.4% 1.9 Wien 28.3% 28.8% 0.5 Burgenland 51.5% 51.7% 0.2 Tirol 42.7% 41.9% -0.8 Salzburg 34.9% 33.1% -1.8 Oberösterreich 51.3% 49.4% -1.9 Niederösterreich 47.5% 45.4% -2.2 Kärnten 52.8% 48.8% -4.0 Steiermark 47.4% 43.0% -4.4 ÖSTERREICH 39.9% 38.8% -1.2

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Bundesministerium für Inneres
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