Bures: Die Wirtschaft wächst wieder - aber was haben die Menschen davon?

Gewinne der 33 größten Unternehmen um 161 Prozent gestiegen - Rekordarbeitslosigkeit und schwache Lohnentwicklung

Wien (SK) - Bezug nehmend auf die heutigen Zeitungsmeldungen,
wonach es mit Österreichs Wirtschaft wieder aufwärts gehe ("Kurier":
Österreichs Wirtschaft wächst kräftig), wies SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures auf eine "Besorgnis erregende Schieflage" hin: Während die Wirtschaft seit Monaten wieder solide wächst, die großen heimischen Unternehmen Riesengewinne machen, bleiben die Arbeitslosigkeit auf Rekordhöhe, die Löhne niedrig und die Armut weiter steigend. "Da läuft etwas entschieden falsch", so Bures am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bures verwies auf eine neue Statistik, wonach die Gewinne der 33 größten österreichischen Unternehmen in den Jahren 2001 bis 2004 um 161 Prozent gestiegen sind. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau geklettert und die Löhne sind nur gering gestiegen, in den Jahren 2001 und 2005 mussten die ArbeitnehmerInnen sogar Reallohnverluste hinnehmen. Im EU-Vergleich ist Österreich, bezogen auf das Reallohnwachstum, in den letzten fünf Jahren vom 10. auf den 20. Platz abgestürzt.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin macht die verfehlte Politik der Regierung Schüssel auch für folgende Fehlentwicklung verantwortlich:
Seit Antritt von Schwarz-Blau-Orange ist der Anteil der Löhne am Volkseinkommen von 60 Prozent (2000) auf 57 Prozent (2005) gesunken. Gleichzeitig sind die Gewinne der Konzerne um 24 Prozent gestiegen, die Steuern auf Gewinne aber nur um fünf Prozent.

Die Regierung habe die Arbeitslosigkeit in fünf Jahren um 35 Prozent erhöht: von 222.899 (durchschnittliche Jahresarbeitslosigkeit, inkl. Schulungen im Jahr 2000) auf 301.244 im Jahr 2005. Die SPÖ werde die Arbeitslosigkeit in fünf Jahren um 30 Prozent senken. Dass dies mit einem ambitionierten Programm möglich sei, habe Wifo-Chef Aiginger erläutert. Für Österreich würde das bedeuten, dass in den nächsten fünf Jahren rund 90.000 Menschen wieder am Arbeitsmarkt Fuß fassen können, erklärte Bures.

Erreichen werde die SPÖ das, indem sie statt die Arbeitslosigkeit zu finanzieren, in neue Jobs investieren werde - u.a. mit Investitionen in die Infrastruktur, einer Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, einem Lehrlingsfonds, einer effizienten Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und einer Qualifizierungsoffensive. (Schluss) se

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