FPÖ will Dienstleistungsscheck praxistauglich machen

Hofer: Finnisches Modell in Österreich umsetzen

Wien (OTS) - Die Zahl der Österreicher, die bisher einen sogenannten Dienstleistungsscheck gekauft hat, ist mehr als bescheiden. Die FPÖ schlägt daher vor, den Dienstleistungsscheck praxistauglich zu machen, indem nach dem Vorbild Finnlands haushaltsnahe Dienstleistungen steuerschonend geltend gemacht werden können.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Haushaltsnahe Dienstleistungen sollen in Österreich nach finnischem Vorbild zu 60 Prozent als Werbungskosten von der Steuer absetzbar gemacht werden. Das betrifft beispielsweise Gartenarbeiten, Reinigung, Kinderbetreuung oder verschiedene Handwerkerarbeiten. Die Steuerabsetzbarkeit soll mit einer Obergrenze von 3.000 Euro pro Person und Jahr gedeckelt werden."

Dies würde den ausschlaggebenden Anreiz geben, haushaltsnahe Dienstleistungen mittels Dienstleistungscheck zu bezahlen, da somit der Nachweis einer offiziellen Beschäftigung gewährleistet ist.

Bei allen anderen, nicht vom Dienstleistungscheck umfassten Tätigkeiten wie zum Beispiel Reparaturarbeiten am Haus oder in der Wohnung, stellt die Absetzbarkeit darüber hinaus einen Anreiz zur offiziellen Beschäftigung dar, die der Schattenwirtschaft vorbeugt.

Hofer: "Diese Maßnahme soll insbesondere auch KMUs unterstützen, die täglich mit zumeist von Ausländern verrichteter Schwarzarbeit im Wettbewerb stehen."

Die Absetzbarkeit dieser haushaltsnahen Dienstleistungen entlasten die Haushalte um 300 Millionen Euro. Die Erfahrungen in Finnland haben gezeigt, dass mit dieser Maßnahme in Österreich auf Dauer 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Norbert Hofer: "Die volkswirtschaftliche Gesamtrentabilität durch geringere Ausgaben für Sozialleistungen, Steuermehreinnahmen, Eindämmung der Schwarzarbeit und zusätzliche Einnahmen für Sozialversicherungen sprechen absolut für die Absetzbarkeit haushaltsnaher Dienstleistungen."

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