Europaweite Koordination soll Auswirkungen der Saisonalität im Tourismus dämpfen

EU-Parlamentarier Othmar Karas als Gastgeber der ersten "Seasonality Conference" - Roland Garber präsentiert "Best Practice"-Beispiele aus Österreich

Wien (PWK385) - Auf Initiative Österreichs hat sich die EU bei einer Tagung im Europäischen Parlament in Brüssel erstmals intensiv mit dem Phänomen der Saisonalität im Tourismus befasst.

Gerade für die Tourismuswirtschaft hat die Abhängigkeit von Saisonen große Auswirkungen. Diese reichen von saisonalen Beschäftigungsschwankungen über die Saisonkontingente bis hin zur Forderung nach einer besseren Staffelung der Ferienzeiten und damit Entzerrung der Reiseströme im grenzüberschreitenden Tourismus.

Ein Hauptanliegen der österreichischen Seite ist eine bessere Koordination auf europäischer Ebene, erklärt dazu der stellvertretende Geschäftsführer der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Roland Garber: "Durch eine koordinierte Abfederung der saisonalen Schwankungen lassen sich Wettbewerbsverzerrungen abbauen. Dies kommt der überwiegend klein- und mittelbetrieblich strukturierten Tourismuswirtschaft zugute".

Garber präsentierte vor den Delegierten bewährte "Best Practice"-Beispiele aus Österreich zur Bewältigung saisonaler Beschäftigungsschwankungen, wie etwa Saisonkontingente, Ferienzeitenregelungen in Absprache mit der Tourismuswirtschaft, ein Zusatz-Kollektivvertrag zur Verkürzung der Dauer der saisonalen Arbeitslosigkeit (Saisonverlängerung um zwei Wochen) sowie ein Modell für eine Qualifizierungoffensive.

Die von den Europa-Parlamentariern Othmar Karas und Margie Sudre sowie dem European Tourism Industry Network (ETIN) organisierte Konferenz erzielte Einigkeit darüber, eine "Best Practice"-Datenbank zu dieser Frage auf europäischer Ebene einzurichten. Diese soll dem Austausch von Informationen über bereits bestehende Projekte und Maßnahmen zur Verringerung saisonaler Beschäftigungsschwankungen dienen. In einer an die Europäische Kommission gerichteten Resolution wird weiters die Forderung nach einer verbesserten Koordination der einzelnen Länder sowie nach einer verstärkten Kooperation, vor allem bei der Entzerrung der Ferienpläne innerhalb der EU-Staaten, unterstützt. (hp)

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