Die europäische Dimension der Kommunikation

Der 25. Österreichische PR-Tag stand ganz im Zeichen Europas

Wien (OTS) - Wie können Unternehmen, Institutionen, NGOs und Agenturen im europäischen Kontext erfolgreich kommunizieren? Antworten auf diese komplexe Fragestellung diskutierten gestern, Donnerstag, mehr als 200 PR-Fachleute im Rahmen des vom Public Relations Verband Austria (PRVA) im Palais Auersperg veranstalteten 25. Österreichischen PR-Tages.

In seiner Begrüßungsansprache betonte PRVA-Präsident Christoph Bruckner, dass es dem Verband um Integration der PR-Branche und nicht um Abgrenzung gegenüber anderen verwandten Organisationen gehe. Mit Blick auf die "Wiederbelebung" des Europäischen PR-Verbandes CERP kündigte er die Einrichtung eines Arbeitskreises für internationale Beziehungen an. Im Bereich der Ausbildung werde der Verband, so Bruckner, weiterhin den Wiener Universitätslehrgang unterstützen, der ab kommenden Herbst nach einem neuen Lehrplan abgehalten wird.

Key Note-Sprecherin Heide Schmidt vom Institut für eine offene Gesellschaft kritisierte in ihrem Statement den in der Politik üblichen Reflex, Misserfolge ausschließlich auf unzureichende Kommunikation zurückzuführen, räumte aber auch ein, dass politische Sachverhalte oft schwierig zu kommunizieren seien. Im Sinne des Mottos des deutschen PR-Tages forderte sie die Branche auf, sich auch in der Praxis an ihren eigenen Werten zu orientieren und sich als Berater und nicht als Sprachrohr der Auftraggeber zu verstehen. Sie erwarte sich von den Kommunikationsprofis, so Schmidt, dass diese nicht um eines kurzfristigen Erfolgs Willen beim Schönreden objektiver Missstände mitspielten.

Mark Rogerson von der international tätigen Agentur mostra communication, Brüssel, riet im Hinblick auf die Kommunikation des Projekts Europa zu einem bottom-up Ansatz, der den Bürgerinnen und Bürgern anhand konkreter Beispiele die Vorteile der EU vor Augen führt. Denn, so zitierte er einen Kameramann aus seiner BBC-Zeit, "you can’t point a camera on an idea or issue". Als Beispiel zeigte er ein video news release über atypische Frauenkarrieren in der Türkei, die das gängige Bild dieses Landes in den Köpfen der Europäer korrigieren helfen könnte.

In vier Diskussionsgruppen wurden dann die Rahmenbedingungen für die Kommunikationsarbeit von Agenturen, NGOs, Politik und Unternehmen in Europa diskutiert. Dabei und in der abschließenden Podiumsdiskussion kamen die unterschiedlichen Bedingungen für Lobbying in Brüssel und Österreich ebenso zur Sprache wie die Frage nach den Vorteilen internationaler Agenturnetzwerke oder Netzwerkagenturen, der Rolle von NGOs und den Problemen der Medienarbeit in osteuropäischen Reformländern tätiger österreichischer Unternehmen.

Weitere Informationen zum Programm, den ReferentInnen und den Panels unter http://www.prva.at/events/prtag25_programm.html.

Fotos von der Veranstaltung zum kostenlosen Download unter www.pressefotos.at

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Susanne Tausend (PRVA-Sekretariat), Tel: 01/ 715 15 40,
Christoph Bruckner (PRVA-Präsident), Tel: 0664/ 381 9 501

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