OeNB - Kursgewinne bei Aktienfonds, Rentenfonds leicht im Minus

Entwicklung der inländischen Investmentfonds im ersten Quartal 2006

Wien (OTS) - Das in Investmentfonds investierte Kapital stieg im ersten Quartal 2006 mit 5,94 Mrd EUR bzw. 4,5% annähernd so stark wie im Quartalsdurchschnitt des sehr erfolgreichen Vorjahres. 37% des Anstieges resultierten aus der guten Performance der Fonds und 63% aus dem Nettokapitalzufluss. Ende März 2006 erreichte das in österreichischen Investmentfonds veranlagte Kapital 138,9 Mrd EUR.

Im ersten Quartal 2006 zeigte sich eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller Fonds von +1,4%. Während Anleger in Aktienfonds mit +7,6% kräftige Kursgewinne verbuchen konnten, waren Rentenfonds durch steigende Zinsen mit 1,0% leicht im Minus.

Im ersten Quartal 2006 erhöhten die 27 österreichischen KAGs ihre Angebotspalette um 18 Publikumsfonds und 19 Spezialfonds (die ausschließlich von institutionellen Investoren gezeichnet werden können).

Mit insgesamt 2.126 aufgelegten Investmentfonds verwalteten die 27 österreichischen Kapitalanlagegesellschaften per Ende März 2006 einen Vermögensbestand (inkl. "Fonds in Fonds" Veranlagungen) von 164,61 Mrd EUR.

Investitionsbereite Anleger und freundliche Aktienmärkte ließen im ersten Quartal 2006 das in Investmentfonds investierte Kapital mit 5,94 Mrd EUR bzw. 4,5% annähernd in der Höhe des Quartalsdurchschnittes des sehr erfolgreichen Vorjahres ansteigen. Im Detail resultierte diese Zunahme aus Nettoinvestitionen (Käufe minus Verkäufe) von 4,50 Mrd EUR und Kursgewinnen in der Höhe von 2,21 Mrd EUR abzüglich Ausschüttungen von 0,77 Mrd EUR. Ende März 2006 erreichte das in österreichischen Investmentfonds veranlagte Kapital 138,90 Mrd EUR.

Von Anfang Jänner bis Ende März 2006 zeigte sich eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller Fonds von +1,4%. Aber nicht alle Fondskategorien zeigten Gewinne: Während Anleger in Aktienfonds mit +7,6% kräftige Kursgewinne für sich verbuchen konnten, waren Rentenfonds durch steigende Zinsen mit 1,0% leicht im Minus. Gemischte Fonds erzielten +1,9%. Immobilienfonds zeigten im ersten Quartal 2006 eine positive Performance von 1,0%. Auch von den 96 aufgelegten "Alternativen Fonds" waren über 90% im Plus und wiesen insgesamt einen Kursgewinn von 3,2% auf.

Die meist sehr risikobewusst agierenden Anleger österreichischer Investmentfonds tätigten im ersten Quartal 2006 einen beträchtlichen Anteil des Neuengagements in Aktienfonds. Bei den Aktien und Beteiligungspapieren wurde überwiegend in ausländische Werte investiert. Ihr Volumen erhöhte sich um 2,77 Mrd EUR (+12,4%).

Der Volumenszuwachs der österreichischen Aktien um 0,39 Mrd EUR (+13%) wurde nahezu zur Gänze durch die sehr gute Performance des österreichischen Aktienmarktes im ersten Quartal 2006 (ATX +12,9%) erzielt.

Auch bei den Rentenwerten entfiel der Anstieg (10,2% des Quartalszuwachses) auf ausländische Werte (+0,81 Mrd EUR bzw. 1,2%) während die österreichischen Rentenwerte um 0,79 Mrd EUR bzw. 3,9% abnahmen.

In der Veranlagungskategorie Investmentzertifikate verzeichneten die ausländischen Werte mit einem Plus von 2,03 Mrd EUR (+20,2%) ebenfalls einen sehr hohen Anstieg, der sich auch in dem gestiegenen Volumen der Dachfonds zeigt.

Mit einem Anteil von 63,7% (88,42 Mrd EUR) wird die Struktur des veranlagten Kapitals nach wie vor sehr stark von Rentenwerten dominiert, gefolgt von den Aktien und Beteiligungspapieren mit 20,4% (28,38 Mrd EUR), den ausländischen Investmentzertifikaten mit 8,7% (12,07 Mrd EUR) und den sonstigen Vermögens-anlagen mit 6,6% (9,19 Mrd EUR).

Immobilienfonds zeigten per Ende März 2006 bereits ein Volumen von 1,27 Mrd EUR, jedoch wurden bisher nur rund zwei Drittel des Veranlagungsvolumens (0,84 Mrd EUR) in Immobilien- und Sachanlagen veranlagt. Der Anteil am Gesamtvolumen betrug 0,6%.

Per Ende März 2006 waren in den übrigen Ländern der Währungsunion (exkl. Österreich) 67,60 Mrd EUR (48,7%), in Ländern der übrigen Welt 39,27 Mrd EUR (28,3%) und im Inland 32,04 Mrd EUR (23,1%) veranlagt. Nur 2 % des Vermögensbestandes waren direkt in österreichische Aktien und Beteiligungspapiere investiert

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