Mitterlehner: Austro-Unternehmen profitieren von Fußball-WM

Euro 2008 in Österreich: Auch für die Wirtschaft ein Volltreffer

Wien (PWK383) - Auch wenn unsere National-Elf diesmal bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland leider zuschauen muss, freut sich die heimische Wirtschaft über postive Effekte durch das Sportgroßereignis. "Vor allem im Hinblick auf die Euro 2008 in Österreich verfolgen wir, nicht nur sportlich gespannt, die WM natürlich auch aus Sicht der Wirtschaft", betont Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Österreichischen Fußballbund (ÖFB) in München. Studien zufolge soll die WM einen gesamtwirtschaftlichen Impuls von zehn Mrd. Euro auslösen, allein auf die Bauwirtschaft entfallen 3,5 Mrd. Euro. Am Bau, bei Ausrüstung und Ausstattung sind auch österreichische Unternehmen beteiligt. "Durch die engen Verflechtungen der heimischen Wirtschaft mit jener unseres Nachbarlandes strahlen die Impulse erfreulicherweise auch zu uns aus", weiß Mitterlehner.

So gab es Bauaufträge für die Strabag-Gruppe, die an der Errichtung von Mannschaftsquartieren oder dem Bau von Trainingszentren beteiligt war. Maßgeblich involviert ist der deutsche Siemens-Konzern mit seinen Österreich-Töchtern. Siemens hat in mehr als 100 Einzelprojekten komplette Infrastrukturlösungen für alle 12 Stadien geliefert. Siemens stellt unter anderem Licht- und Lautsprecheranlagen, Großbildschirme, Alarmanlagen, Zugangskontrollen, Videoüberwachungen, Energieversorgung und Datenkommunikation zur Verfügung.

Vier WM-Stadien sind mit Zutrittskontrollsystemen der Firma Skidata ausgerüstet. Skidata lieferte insgesamt 400 Anlagen für die Ticketkontrolle. Der Vorarlberger Lichtkonzern Zumtobel hat bei der Renovierung des Berliner Olympiastadions die Beleuchtungsanlage geliefert.

Aber auch der heimische Handel liegt bereits im Fußballfieber. Seit Wochen sieht der heimische Konsument Laugenweckerl in Fußballform, Radiogeräte als Fußball getarnt, Bikinis im Nationaldesign - das Geschäft mit der WM ist voll angelaufen.
Im Sportartikelhandel erwartet man sich durch die steigende Sportbegeisterung und damit auch die Ausgabenfreude der Konsumenten für Sportartikel deutliche Umsatzsteigerungen bis zu 25 Prozent.

Der Absatz mit TV-Geräten wurde und wird durch die WM massiv angekurbelt, besonders beliebt sind Flachbildschirmgeräte. Seit Herbst wird eine sehr große Nachfrage nach Flachgeräten verzeichnet. Der heimische Elektrohandel rechnet mit einem Umsatzplus von 20 bis 30 Prozent. Auszugehen ist ebenfalls von einer Steigerung im Verkauf von Bier in Handel und Gastronomie. Von Seiten der heimischen Brauerei geht man in einer vorsichtigen Schätzung davon aus, dass sich die Fußball-WM mit rund 50.000 Hektoliter Mehrabsatz niederschlagen wird.

Laut einer gemeinsamen Studie von Wirtschaftskammer Österreich und ÖFB aus 2002 könnte die Euro 2008 in Österreich und der Schweiz auch ein Volltreffer für die Wirtschaft werden. Das IHS ging alleine für die Bauwirtschaft von einem Plus von 90 Mio. Euro Wertschöpfung aus, im Tourismus - je nach Auslastung - von einer zusätzlichen Wertschöpfung von 108 bis 152 Mio. Euro.

Die Euro wird knapp vier Wochen, vom 7. bis 28. Juni 2008, dauern. In Wien finden sieben Spiele inklusive Finale statt, d.h. es werden über 600.000 Menschen allein in der Bundeshauptstadt in den Stadien mitfiebern. Noch eindrucksvoller lesen sich die Zahlen der TV-Zuseher. Jedes Spiel der Euro 2008 wird von ca. 150 Mio. Menschen gesehen werden - die gesamte Reichweite des Fußball-Events liegt bei 8 Mrd. Menschen. Dies kann, so weiß Mittlerlehner, zusätzlich zu den gesamtwirtschaftlichen Effekten, einen enormen Image-Effekt auslösen. "Die österreichische Wirtschaft befindet sich in einem international ambitionierten Wettbewerb, der auch vom Image Österreichs abhängt. Das Sportland Österreich als Austragungsort des "Fußball-Festes 2008" kann, wenn es sich richtig präsentiert, dieses weltweite Image und damit auch den Wirtschaftsstandort Österreich enorm stärken."

Wir haben durch die Fussball-EM die große Chance, uns verstärkt als Begegnungsstätte im Herzen Europas zu positionieren", betont Mitterlehner. Gerade ein kleines Land wie Österreich müsse seine wirtschaftlichen, kulturellen und sportlichen Ressourcen bündeln, um eine wichtige Rolle in Europa einzunehmen. Nun geht es darum, die optimistischen Wirtschaftsprognosen zu bestätigen, so der Generalsekretär. (EB)

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