Steuerliche Entlastungen für Familien

Eberle zur Familienreferentenkonferenz in der Residenz: Neuen Herausforderungen gerecht werden

Salzburg (OTS) - "Die Familie ist - trotz des gesellschaftlichen Wandels - immer noch einer der wichtigsten Garanten für soziale Sicherheit. Und das obwohl die Familien kleiner werden, die Wohnorte weiter auseinander liegen und die Formen der Familien sich stark wandeln", sagte Salzburgs Familienreferentin Landesrätin Doraja Eberle anlässlich der Familienreferentenkonferenz, die heute, Freitag, 9. Juni, in der Salzburger Residenz abgehalten wurde. In der Familienpolitik sei es wichtig, die Zeichen der Zeit zu erkennen, um den Familien das Zusammenleben, die wirtschaftliche Existenz und die Weiterentwicklung zu ermöglichen. "Immer neue Herausforderungen und Problemstellungen werden an uns herangetragen, und diesen gilt es gerecht zu werden", so Eberle.

In der Konferenz wurden viele familienzentrierte Themen besprochen und diskutiert. Ein zentraler Punkt war zum wiederholten Mal eine -in steuerlicher Hinsicht - bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Steuerbelastung muss familienfreundlicher gestaltet werden. Im Speziellen wurde wieder die Forderung erhoben, dass Kinderbetreuungskosten abgesetzt werden können.

Eine weitere Forderung, die ebenfalls das Steuersystem betrifft, ist die Voraussetzung für die Zuerkennung des Alleinverdienerabsetzbetrages. Ein Elternteil muss für mindestens sieben Monate eines Kalenderjahres Alleinverdiener/in sein, um diesen Absetzbetrag geltend machen zu können. Wenn Eltern die Karenzzeit in einem Kalenderjahr genau halbieren, erhält keiner von beiden den Alleinverdienerabsetzbetrag. Diese Ungerechtigkeit muss dringend abgeschafft werden, so eine Forderung der Konferenz.

Eingehend haben sich die Familienreferenten/innen der Länder auch mit dem Thema Familie und Verschuldung beschäftigt. Die Familienberatungsstellen berichten aus der Praxis, dass die Verschuldung von Familien und jungen Menschen immer mehr zum Problem wird und schwere Folgeprobleme auch im psychosozialen Bereich mit sich bringt.

"Es gibt sehr viele Faktoren, die das Leben einer Familie beeinflussen. Wir alle, die verantwortlich sind für die Familienpolitik in den Ländern und im gesamten Bundesgebiet, sollten auf jeden Fall versuchen, auf alle Faktoren, die die Familien betreffen - die Wirtschaft, die Medien, die Politik -, auch in jene Richtung einzuwirken, dass die Familien wieder mehr Zeit für sich bekommen: Zeit für Gemeinsames, Zeit für Stärkung und Entwicklung der Persönlichkeiten. Denn dadurch bekommt unsere Gesellschaft Kraft für die Zukunft", so Landesrätin Doraja Eberle zum Abschluss.

Weitere Themen der Konferenz waren Pensionssplitting, Notwendigkeit von Bundesregelungen in der Kinderbetreuung, Gründung einer Plattform für Alleinerziehende, Österreichische Vernetzung durch die Familie und Beruf Management GesmbH, Audit Familien- und kinderfreundliche Gemeinde.

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