AK: Damit das Handy im Urlaub zu keiner Kostenfalle wird! (1)

Über Handytarife im Urlaubsland bereits zu Hause informieren

Wien (OTS) - Erkundigen Sie sich rechtzeitig über das günstigste Handynetz, Passivgebühren, Roamingaufschläge und Gastroamingpreise des eigenen Anbieters im Reiseland, raten die AK Konsumentenschützer. Damit im Urlaub das Handy zu keiner Kostenfalle wird, gibt die AK Spartipps: SMS sind billiger als telefonieren. Wer trotzdem anrufen will, sollte das eher am Abend tun, die Tarife sind da meist günstiger. Auch das Abschalten der Mobilbox spart Kosten. Achtung: In Italien und Spanien können je nach Anbieter auch extra Verbindungsaufbauentgelte pro Anruf anfallen.

Die AK hat im Mai die billigsten Handytarife von A1-Mobilkom, T-Mobile, One, Tele.Ring, 3, Tele2mobil, YESSS für Griechenland, Türkei, Italien, Spanien und Kroatien erhoben. Normal bucht sich das Handy im Urlaubsort in das stärkste Netz ein, das nicht immer das billigste sein muss. Konsumenten sollten über die manuelle Netzwahl die Einwahl ins günstigste Gastnetz programmieren, die Bedienungsanleitung hilft, wie es geht.

Wenn das Handy im Urlaubsland klingelt, zahlt der Nutzer auch für das ankommende Gespräch aus Österreich. Verrechnet werden Gebühren für die Weiterleitung des Anrufs von Österreich in den Urlaubsort (Passivgebühr). Der Anrufer aus Österreich zahlt immer nur den österreichischen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz, da er nicht wissen muss, dass das Handy gerade im Ausland weilt. Die Mobilfunk-Anbieter verrechnen Privatkunden in den untersuchten Urlaubsländern Passivgebühren von 0,36 bis 1,25 Euro pro Mi-nute -teurer wird's für Wertkartenhandys.
Handyanrufe vom Ausland nach Hause kosten in den untersuchten Ländern zwischen 0,49 und 2,50 Euro pro Minute. Achten sollten Handynutzer, dass im Ausland teilweise völlig andere Haupt- und Nebenzeiten gelten.

Wer im Ausland mit seinem Handy eine Festnetznummer im selben Land ruft, muss in den getesteten Ländern mit Minutenpreisen von 0,32 bis 2,50 Euro rechnen. Der Preis kann von den Inlandstarifen des Gastnetzbetreibers für eigene Kunden klar abweichen.
Bei Gesprächen zwischen zwei in Österreich angemeldeten Handys im Urlaubsland zahlen beide Nutzer: der Anrufer den Preis für Anrufe nach Österreich, dem Empfänger werden die Passivgebühren seines Betreibers für ankommende Gespräche verrechnet.
Wer am Strand seine Mobilbox abhören will, zahlt meist genau so viel wie bei einer Gesprächsverbindung nach Österreich. Ist das Handy so programmiert, dass der Anruf auf die Box geht, wenn z.B. nicht abgehoben wird, fallen doppelte Kosten an: Anrufe müssen erst ins Reiseland gesendet werden, um festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. Wird der Anruf zur Mobilbox umgeleitet, so fallen beim Angerufenen die Passivgebühr und zusätzlich der Roamingtarif für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufes zur Mobilbox in Österreich an. Daher rät die AK: Mobilbox abschalten. (Forts.)

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