BAWAG: Scheuch: "Schlimmste Befürchtungen werden täglich übertroffen"

Wien (OTS) - "Jeden Tag werden die schlimmsten Befürchtungen rund um den BAWAG-ÖGB-Skandal nicht nur bestätigt, sondern sogar noch übertroffen", sagte heute BZÖ-Bündnissprecher Abg. DI Uwe Scheuch.

"Einerseits dürften die damaligen Akteure in der Nationalbank, dem Finanzministerium und der FMA mit der Situation nicht klar gekommen sein und andererseits wurde von Seiten der BAWAG oder des ÖGB nichts gegen die unglaublichen "Nehmerqualitäten" von Elsner, Weninger und Co. unternommen", so Scheuch weiter.

Man solle sich jetzt überlegen, ob man die Möglichkeiten der Finanzmarktaufsicht nicht ausweite. "Hier ist das Finanzministerium aufgerufen, der Bankenkontrolle geeignetere Werkzeuge in die Hand zu geben", so der Bündnissprecher. Ob hier wirklich nicht jede Gaunerei zu erkennen gewesen sei, werde jedenfalls noch Gegenstand von Untersuchungen sein.

Hier sei in nächster Zeit auch noch die Rolle von Frau Tumpel-Gugerell genauer zu untersuchen, in deren Prüfzeitraum ja auch die Kontrolle der BAWAG fällt. "Schließlich war Ihr Gatte zu dieser Zeit noch Aufsichtsratsvorsitzender der BAWAG und ehemals Finanzchef des ÖGB", führte Scheuch aus.

Weiters bleibe auch zu hoffen, dass der ÖGB mit dem Verkaufserlös der BAWAG wirklich alle Verluste abdecken könne. Jüngst haben sich zu den ohnehin gigantischen Schulden ja noch 230 Mio. Euro aus den Umgründungsaktionen - die zur Verschleierung der Karibik-Pleite initiiert wurden - hinzu gesellt.

Es ist doch wirklich unglaublich, wie wenig die SP-Granden davon gewusst haben. Jetzt stellt sich heraus, dass die sagenhaften 93 Mio. Schilling Pensionsabfertigung für Elsner ganz normal beschlossen wurden, aber angeblich keiner der handelnden Personen über die Höhe der Summe Bescheid gewusst haben will. Das gespielte Entsetzen Gusenbauers scheint mehr als unglaubwürdig, denn immerhin waren die meisten Entscheidungsträger in den entsprechenden Gremien hochrangige SPÖ-Funktionäre", sagte Scheuch abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Freiheitlicher Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC0001