ÖGB-Mitgliederstatistik 2005

Wien (ÖGB) - Per Stichtag 31. Dezember 2005 waren 1.335.421 ArbeitnehmerInnen (2004: 1.357.933) in einer der 13 Gewerkschaften des ÖGB als Mitglieder organisiert. Zuwächse gab es bei der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) sowie bei der weiblichen Jugend.++++

Bei den ArbeiterInnen betrug der Mitgliederstand insgesamt 505.108 (2004: 516.143), bei den weiblichen und männlichen Angestellten 287.206 (2004: 287.361) Mitglieder. Bei den öffentlich Bediensteten waren 543.107 (2004: 554.429) Beschäftigte gewerkschaftlich organisiert. Bei der Gruppe der Angestellten gab es einen minimalen Rückgang von 0,05 Prozent, bei den ArbeiterInnen von 2,14 Prozent und bei den öffentlich Bediensteten von 2,04 Prozent. Insgesamt bedeutet dieses Ergebnis nur noch ein Minus von 1,66 Prozent oder 22.512 Mitglieder, während es im Jahr 2004 noch 27.267 Mitglieder oder zwei Prozent waren.

Mitgliederstand nach Gewerkschaften

Den höchsten Organisationsgrad an Gewerkschaftsmitgliedern weist die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) aus: Ihr gehörten 277.015 (2004: 276.313/plus 0,25 Prozent) Mitglieder an. Auf Platz zwei rangiert die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) mit 229.879 Mitglieder (229.502/plus 0,16 Prozent). Drittstärkste Gewerkschaft ist die Metall-Textil (GMT), die bei einem Stand von 202.477 (203.225) Mitgliedern hält, was ein Minus von 0,37 Prozent gegenüber 2004 bedeutet.

Auf Platz vier rangiert die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG). Ihr Mitgliederstand betrug Ende 2005 insgesamt 163.222 Mitglieder (170.145). Das entspricht einem Rückgang von 4,07 Prozent gegenüber 2004. Auf Platz fünf rangiert die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) mit 141.240 Mitglieder (146.316/minus 3,47 Prozent). Der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE) gehörten 87.448 Mitglieder (90.249/minus 3,10 Prozent) an.

Die Gewerkschaft Post- und Fernmeldebedienstete (GPF) verfügte über einen Mitgliederstand von 62.558 Personen (64.533/minus 3,06 Prozent). Im Gewerkschaftsranking rangiert die Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) auf Platz acht. Ihr gehören 46.169 (47.322) Mitglieder an, was einen Rückgang von 2,44 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet, gefolgt von der Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss (ANG), bei der per 31. Dezember 2005 34.194 Gewerkschaftsmitglieder (36.008/minus 5,04 Prozent) organisiert waren. Die Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV) weist einen Mitgliederstand von 32.984 Personen (34.042/minus 3,11 Prozent) aus, die Gewerkschaft der Chemiearbeiter (GdC) rangiert mit 31.250 Mitgliedern (31.910/minus 2,07 Prozent) auf Platz elf. Die Gewerkschaft Druck, Journalismus, Papier (DJP) verfügt über einen Mitgliederstand von 16.794 Mitglieder. Dies bedeutet im Vergleich zu 2004 (17.320) ein Minus von 3,04 Prozent. Die kleinste der 13 Gewerkschaften, Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (KMSfB), verzeichnete Ende 2005 einen Mitgliederstand von 10.191 Personen (11.048) und bedeutet ein Minus von 7,76 Prozent.

Mitglieder nach Bundesländer

Nach Bundesländern sind die meisten Gewerkschaftsmitglieder mit 371.127 (27,79 Prozent des Gesamtmitgliederstandes) Personen in Wien organisiert, gefolgt von Oberösterreich mit 252.899 (18,94 Prozent) und Niederösterreich mit 243.823 (18,26 Prozent). Danach folgen Steiermark mit 182.398 Gewerkschaftsmitgliedern(13,66 Prozent), Kärnten (81.585), Salzburg (70.696), Tirol (65.863), Burgenland (42.997) und Vorarlberg mit 24.033 Mitgliedern.

441.135 Frauen sind ÖGB-Mitglieder

Im ÖGB sind 441.135 (450.190/minus 2,01 Prozent) Frauen gewerkschaftlich organisiert. Der Anteil weiblicher Gewerkschaftsmitglieder beträgt 33 Prozent am Gesamtmitgliederstand nach 33,2 Prozent im Jahr 2004. Bei der Gruppe "Arbeiterinnen" gab es einen Rückgang um 5.511 (5,28 Prozent) Mitglieder auf 98.776 (104.287) Frauen, bei den Angestellten gab es einen Zuwachs um 158 (0,13 Prozent) auf 124.118 (123.960 und bei den Beschäftigten im öffentlichen Dienst ein Minus von 3.702 (1,67 Prozent) von 221.943 auf 218.241 Frauen. Gemessen an der Gesamtmitgliedschaft hat die Gewerkschaft HGPD mit 74 Prozent den höchsten Frauenanteil. Ihr folgen die GdG mit 50,5 Prozent und die GÖD mit 50,1 Prozent. In absoluten Zahlen sind in der GPA mit 120.961 Mitglieder (43,7 Prozent) die meisten Frauen organisiert, dahinter folgen die GÖD mit 115.277 (50,1 Prozent) und die GdG mit 82.505 (50,50 Prozent) weiblichen Mitgliedern.

Gewerkschafts-Jugend: Weibliche Mitglieder legten zu

Bei der weiblichen Jugend gab es einen Zuwachs in Höhe von 257 (1,67 Prozent) auf nunmehr 15.658 (15.401) Mitglieder, bei den männlichen Jugendlichen einen Rückgang um 606 (1,81 Prozent) auf 32.783 (33.389) Mitglieder. Insgesamt sind im ÖGB 48.441 (48.790) jugendliche Mitglieder organisiert. Das sind um 349 (0,72 Prozent) weniger Jugendliche als 2004.

Mitgliederzuwächse verzeichneten die GPA mit 368 (Gesamt:
15.385/2,45 Prozent), die GÖD mit 317 (707/81,28 Prozent), die GdCh mit 67 (825/8,84 Prozent), die HTV mit 40 (160/33,33 Prozent), die GPF mit 21 (116/22,11 Prozent), die ANG mit 20 (1.037/1,97 Prozent) und die DJP mit 18 (166/12,16 Prozent) neuen Mitgliedern.

Die Gewerkschaft Metall-Textil hat die meisten Jugendlichen

Innerhalb der 13 Gewerkschaften verfügt die Gewerkschaft Metall-Textil mit 15.593 Mitgliedern oder 32,19 Prozent gemessen an der Gesamtgewerkschaftsjugend über den höchsten Anteil an Jugendlichen. Dahinter folgen die GPA mit 15.385 Jugendlichen (31,76 Prozent), die GBH mit 5.102 (10,53 Prozent) und die GdG mit 4.423 Jugendlichen (9,13 Prozent). Gemessen an der Gesamtmitgliederzahl der jeweiligen Gewerkschaft verfügt die GMT mit 7,7 Prozent vor der Gewerkschaft HGPD mit 7,4 Prozent und der GPA mit 5,6 Prozent über den höchsten Jugendanteil.

In sechs Bundesländern stieg die Zahl der jugendlichen Mitglieder:
In absoluten Zahlen gab es den größten Zuwachs in Salzburg mit 543 Mitgliedern (insgesamt 4.657) oder 13,20 Prozent. In Tirol erhöhte sich die Zahl der jugendlichen Mitglieder um 252 Personen (12,13 Prozent) auf insgesamt 2.329, in Niederösterreich um 96 (1,61 Prozent) oder 6.060, in der Steiermark um 87 (1,32 Prozent) auf 6.672, in Kärnten um 48 (1,40 Prozent) auf 3.483 und in Wien um 4 (0,03 Prozent) oder 12.961 Mitglieder. (ew)

ÖGB, 9. Juni
2006 Nr. 408

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Franz Fischill
Tel.: (++43-1) 534 44/510 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
Mobil: 0664/814 63 11
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001