Biomasse effizient nutzen!

Kontinuierlich steigender Holzbedarf der Zellstoff- und Papierindustrie sichert hochwertige Arbeitsplätze - EU-Biomasse-Aktionsplan soll Innovationen bei Holz forcieren

Wien (PWK381) - Der heute im EU-Energieministerrat diskutierte europäische Biomasse-Aktionsplan forciert aus Gründen des Klimaschutzes und der Energieversorgungssicherheit die thermische Nutzung von Holz. Aus Sicht der österreichischen Papierindustrie ist dabei die zukünftige Entwicklung der Zellstoff- und Papierindustrie im Rahmen der Wertschöpfungskette Holz und ihr steigender Rohstoffbedarf unbedingt mitzuberücksichtigen.

"Bereits heute ist unsere Branche in Europa der Sektor mit der höchsten Energieerzeugung aus biogenen Brennstoffen. Damit sind unsere hocheffizienten Betriebe Musterbeispiele für nachhaltige Energieversorgung. Wir nutzen aber den wertvollen nachwachsenden Rohstoff Holz primär stofflich und schaffen damit hohe Wertschöpfung und viele tausende Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Erst Koppelprodukte und biogene Reststoffe wie Lauge, Rinde und Schlämme werden zur Energieerzeugung eingesetzt. Der Energieholzmarkt ist nicht getrennt von den Märkten anderer Holzsortimente. Wenn der geniale Rohstoff Holz zum Energieträger der Zukunft wird und seine thermische Nutzung noch stärker als bisher gefördert werden soll, muss dabei unbedingt auch der steigende Holzbedarf der Zellstoff- und Papierindustrie mitberücksichtigt werden. Die Forstwirtschaft hat dies rasch erkannt und setzt auf Initiativen zur Steigerung der Durchforstung. Heimisches Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung in Form von Durchforstungsholz und Säge-Nebenprodukten ist unser wichtigster Rohstoff. Die von der Politik gepushte Förderung der thermischen Verwertung darf zu keiner Diskriminierung der stofflichen Nutzung führen", hält Oliver Dworak, Geschäftsführer von Austropapier, der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, fest.

Im Hinblick auf das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm fordert die Papierindustrie eine stärkere Verknüpfung des EU-Biomasseaktionsplans mit der Forschungsförderung. "Die Betriebe in der Wertschöpfungskette Holz verfügen über die entsprechende Logistik und umfassendes Know-How im Umgang mit Biomasse. Deshalb muss der Unterstützung von Forschungsprojekten zur integrierten stofflichen und energetischen Verwertung von Holz der Vorzug gegenüber Dauersubventionen der Strom-und Wärmeerzeugung, die die Energiekosten in die Höhe treiben, gegeben werden. Technologie- und Produktinnovationen schaffen hier gleich mehrfachen Nutzen: sie bringen wichtige Wachstums- und Beschäftigungsimpulse in der gesamten Holzkette und der Zulieferindustrie und tragen gleichzeitig zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur nachhaltigen Energieversorgung bei. Im Rahmen der europäischen Technologieplattform Forst-Holz-Papier wurden hierfür bereits wertvolle Vorarbeiten geleistet. Nur wenn wir diese Projekte vorantreiben, können wir auch unsere Technologieführerschaft festigen", so Dworak. (Ne)

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