UNICE-Vizepräsident Sorger: Europa braucht noch mehr Wachstum durch Wettbewerbsfähigkeit

UNICE-Präsidentenrat in Wien - Europa als Antwort auf die Globalisierung - Lob für bisherige Erfolge der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft

Wien (OTS) - (PdI) "Europa braucht noch mehr Wachstum durch Wettbewerbsfähigkeit, wenn wir Arbeit schaffen und unseren Lebensstandard erhalten wollen", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger heute, Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit UNICE-Präsident Ernest-Antoine Seillière sowie UNICE-Generalsekretär Philippe de Buck und IV-Generalsekretär Mag. Markus Beyrer anlässlich des UNICE-Präsidentenrates in Wien. Die Europäische Union sei - richtig gemacht - nach wie vor unzweifelhaft das beste Instrument zur Bewältigung der Herausforderungen der Globalisierung, betonte der IV-Präsident.

Dienstleistungsrichtlinie ist Schritt in Richtung mehr Wachstum und Jobs

Zur kürzlich im Rat der Wettbewerbsminister beschlossenen Dienstleistungsrichtlinie sagte Sorger, diese sei "auch wenn sich die Industrie mehr gewünscht hätte - ein Schritt in Richtung mehr Wachstum und Jobs". Die Öffnung der Märkte für Dienstleistungen schaffe neue Chancen für mehr Wettbewerb und damit Dynamik in Europa. Damit sei diese Marktöffnung im Sinne der Unternehmen und der Konsumenten, so der IV-Präsident. Wichtig sei in der Frage vor allem auch gewesen, einen Graben zwischen "alten" und "neuen" EU-Mitgliedstaaten zu verhindern.

Österreichischer Vorsitz hat wichtige Maßnahmen gesetzt - noch viel zu tun

In jüngster Zeit seien "einige wichtige Maßnahmen in Richtung mehr Wettbewerbsfähigkeit für Europa gesetzt worden. Es gibt aber noch viel mehr zu tun", so der IV-Präsident weiter. Fast 20 Millionen Arbeitslose in der Union seien "unerträglich viel. Daher müssen wir konsequent und rasch die richtigen Antworten zur Besserung dieser Situation geben." Die Antworten seien aus Sicht der Industrie:

  • Flexiblere Arbeitszeiten
  • Proaktive Deregulierung und Entbürokratisierung
  • Noch mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung
  • Noch mehr Investitionen in Ausbildung und Qualifikation. Die Jugend als Potenzial von morgen!
  • Noch mehr Anstrengungen beim Ausbau der Infrastruktur -Hochleistungsverbindungen, Energie- und Telekommunikationsnetzwerke, insbesondere der Ausbau der Breitbandverbindungen
  • Koordinierte europäische Energie- und Außenpolitik.

Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft sei in den vergangenen Monaten wesentliche Herausforderungen für Europa angegangen und habe die wesentliche Frage der Dienstleistungsrichtlinie gelöst, sagte Sorger. Darüber hinaus sei die Einigung über das EU-Budget 2007-2013 sowie die klaren Zielsetzungen des Frühjahrsgipfels für mehr Wachstum und Jobs und das 7. F&E-Rahmenprogramm "zweifellos Erfolge für die österreichische Vorsitzführung". Ausständig sei noch eine flexible Arbeitszeitrichtlinie, "die Europas Wettbewerbsfähigkeit weiter steigert". Er, Sorger, hoffe auf den Europäischen Rat kommende Woche sowie den Sonderministerrat der Arbeitsminister am Ende der österreichischen Präsidentschaft.

Europa - richtig gemacht - als Antwort auf die Globalisierung

"Die Unternehmer haben die Aufgabe und Verantwortung, zu kommunizieren, dass Europa - richtig gemacht - die Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung ist", betonte Sorger weiter. In diesem Zusammenhang sei die Erweiterung der Union 2004 für Österreich "ein Segen" gewesen. Das Land sei von der Peripherie ins Zentrum des Kontinents gerückt. "Österreichische Unternehmen haben diese Chance genutzt und sind in Bosnien, Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Rumänien, Serbien und Slowenien inzwischen auf Rang 1, in der Slowakei, in Tschechien und Ungarn auf Rang 3 und in Polen auf Rang 5 der Auslandsinvestoren." Die neuen EU-Mitgliedstaaten in Mittel- und Osteuropa hätten "einen gesunden Reformdruck" aufgebaut, der indirekt zu mehr Wettbewerbsfähigkeit in Österreich und den "alten" EU-Staaten beitrage. Gleichzeitig profitiere die gesamte EU von der Dynamik und den hohen Wachstumsraten der "neuen" Mitglieder. Die Industrie unterstütze daher auch Kroatien sowie Rumänien und Bulgarien am Weg zur Vollmitgliedschaft in die Union.

Die UNICE ist die Vertretung von mehr als 20 Millionen großen, mittleren und kleinen Unternehmen in Europa. Mitglieder der UNICE sind 39 Arbeitgeber- und Industrieverbände aus 33 Ländern. Die UNICE ist offizieller Arbeitgeber-Sozialpartner im Europäischen Sozialen Dialog. Österreichisches Mitglied der UNICE ist die Industriellenvereinigung (IV).IV-Präsident Veit Sorger ist Vizepräsident der UNICE.

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