AK kritisiert neuerliche Erhöhung der Leitzinsen als arbeitnehmerfeindlich

Wien (OTS) - Als "doppelt arbeitnehmerfeindlich und als Gefährdung für einen noch keinesfalls gesicherten selbsttragenden Konjunkturaufschwung in Europa" kritisiert AK Direktor Werner Muhm die heutige bereits dritte Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB in einem halben Jahr. Es gebe keine Gefahr einer Inflationsbeschleunigung, sagt Muhm. Das bestätige auch der Internationale Währungsfonds in seiner aktuellen Stellungnahme. Die jüngste Zunahme des harmonisierten Verbraucherpreisindexes für die Eurozone sei die Folge der agressiven Preispolitik der Ölkonzerne, die ihre Marktmacht ausnutzen, um ihre Gewinne zu vervielfachen. "Darüber sieht die EZB hinweg", kritisiert Muhm, "die Arbeitnehmer werden aber gleich mehrfach bestraft: Einerseits erleiden sie durch die Rekord-Treibstoffpreise ohnehin schon Reallohneinbußen. Durch die EZB müssen sie jetzt auch höhere Kreditzinsen zahlen und die Arbeitsplätze werden durch diese Leitzinsenerhöhung unsicherer. Es ist absurd irgendwelche, die EU muss Spaß machen-Kampagnen’ zu fahren und gleichzeitig die Arbeitnehmer so vor den Kopf zu stoßen." Die AK fordert daher von der EZB statt einer weiteren Erhöhung der Leitzinsen, dass sie die Konjunkturbelebung unterstützt und damit zu einer europäischen Wirtschaftspolitik beiträgt, die wieder mehr Wachstum und Beschäftigung möglich macht.

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