Van der Bellen zu "3 SAT"-Affäre: Unterdrückt ORF-Mück Berichte über Situation im ORF?

Grüne für Aufklärung: Sollten Interventionsvorwürfe stimmen, bringt ORF-Führung Fass zum Überlaufen

Wien (OTS) - "Ist die ORF-Führung noch zu retten? Was muss noch passieren, bis ORF-Generaldirektorin Monika Lindner und vor allem ORF-Chefredakteur Werner Mück begreifen, dass das Milliardenunternehmen ORF keine Zweigstelle der ÖVP ist, für die das gesetzlich verankerte öffentlich-rechtliche Objektivitätsgebot außer Kraft gesetzt ist", fragt der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen. "Laut Medienberichten wurde ein ‚3 SAT’-Beitrag über die aktuelle Situation im ORF nach Intervention des ORF abgesetzt. Mück hätte demzufolge weiters die Freigabe von Material über die Rede von ORF-Journalist Armin Wolf verweigert. Sollten diese Medienberichte stimmen, bringen Mück und Lindner das Fass zum Überlaufen. Die ORF-Führung ist gefordert, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, ob diese Medienberichte richtig sind und ob sie tatsächlich versucht hat, Berichte über den ORF zu unterdrücken und die Weitergabe von Material zu verweigern", so Van der Bellen.

"Falls die ORF-Führung der Ansicht sein sollte, durch Interventionen Kritik an ihrer ÖVP-Schlagseite unmöglich zu machen, ist sie auf dem Holzweg. Seit Wochen berichten führende internationale Medien, darunter die ‚Financial Times Deutschland’ die ‚Süddeutsche Zeitung’, ‚Neue Zürcher Zeitung’, die ‚Frankfurter Allgemeine Zeitung’, ‚Die Welt’ oder ‚Die Zeit’ über den ORF. Mück und Lindner werden die Diskussion nur dann eindämmen, wenn sie dem ÖVP-Würgegriff auf den ORF eine Absage erteilen. Aber offenbar sind sie dazu - siehe klatschende ORF-Spitzen bei ÖVP-Wahlkampfveranstaltungen - nicht in der Lage", bedauert Van der Bellen.

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