KPÖ fordert: "Konzerne besteuern, Millionärssteuer einführen!"

Wien (OTS) - Die heute von der AK-Wien veröffentlichte
Untersuchung über die Gewinnentwicklung der an der Wiener Börse notierten Konzerne bestätigt die Forderung der KPÖ nach einer wirksamer Besteuerung. Die Gewinne dieser 20 Großunternehmen explodierten im Vorjahr um 53 % auf 8,3 Mrd. Euro. Die davon gezahlten Steuern sanken aber von 26 auf 22,3 Prozent.

Der Wirtschaftssprecher der KPÖ, Mag. Michael Graber, rechnet vor:
Wäre der Anteil der Steuern an den Gewinnen gleich geblieben, würden diese Konzerne um 300 Mill. Euro mehr in die Staatskasse zahlen müssen. Wäre die Körperschaftssteuer, die Gewinnsteuer der Konzerne, im Vorjahr nicht gesenkt, sondern der früher geltende Steuersatz von 34 % tatsächlich angewandt worden, käme eine Milliarde Euro mehr in die öffentlichen Kassen.

Graber: "Die Großzügigkeit der Regierung den Großkonzernen gegenüber ist unerträglich, wenn angeblich gleichzeitig kein Geld für Soziales, Gesundheit und Bildung vorhanden ist."

Die genannten Konzerne schütten laut AK-Untersuchung heuer 1,8 Mrd Euro Dividenden aus. Diese kommen fast auschließlich den Reichen zugute, die dafür aber nur die Kest von 25 % zahlen. Auch die Vorstandsgehälter sind um 30 % gestiegen. Die Einführung einer Millionärssteuer, wie sie die KPÖ fordert, würde - so Graber -"zusätzlich über 500 Millionen Euro allein aus diesen Einnahmen einbringen. Eine Zweckbindung dieser Mittel für eine Grundsicherung für alle in Österreich lebenden Menschen könnte ein wirksamer Beitrag zur Armutsbekämpfung in Österreich sein."

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