VP-Gerstl: Rechtzeitige Verkehrsplanung gegen Stauchaos zur Fußball EM 08

Nur noch 720 Tage bis zum Auftakt der EM, aber die SP-Stadtregierung schläft

Wien (VP-Klub) - "Der morgige Fußball WM-Auftakt und die Tatsche, dass heute in 720 Tagen die EM 08 startet und auf den Tag genau in zwei Jahren das erste EM Spiel in Wien stattfindet, sollte Anlass genug sein, um seitens der Stadt Wien verkehrsplanerisch in die Offensive zu gehen und ein Verkehrskonzept für dieses Fußball-Großereignis auf den Tisch zu legen", mit dieser Aufforderung trat heute ÖVP Wien Verkehrssprecher LAbg. Wolfgang Gerstl an die Öffentlichkeit.

Gerade weil der Verkehrsfluss in Wien schon derzeit häufig ins Stocken gerät, wäre es ’höchste Eisenbahn’, um Projekte, die eine längere Vorlaufzeit und große Relevanz für den reibungslosen Ablauf der EM 08 haben, auf Schiene zu bringen. Die 700.000 Besucher, die aus Anlass der EM 08 in Wien erwartet werden, stellen eine der größten verkehrspolitischen Herausforderungen für diese Stadt dar, die nur bewältigt werden kann, wenn rechtzeitig die notwendigen Vorkehrungen getroffen werden.

Eine erste Maßnahme hierzu ist für Gerstl die Entsendung von Verkehrsplanern der Stadt Wien zu den Austragungsorten der WM in Deutschland, um sich vor Ort Anregungen für ein Wiener EM-Verkehrskonzept zu holen. Die dabei gewonnenen Informationen sollten in die Verkehrsplanungen für Wien einfließen.

EM 08 als verkehrstechnische Trägerrakete für nachhaltige Investitionen

Gleichzeitig sollte die Austragung der EM 08 in Wien als Trägerrakete für verkehrstechnische Weichenstellungen dienen, die weit über das Jahr 2008 hinaus wirken. Als notwendige und auch nachhaltig wirkende Investitionen nannte Gerstl die Verlängerung des CAT nach Pressburg, die Verlängerung der U4 nach Auhof und der S 45 bis zum Praterkai. "Verkehrsexperten bestätigen, dass derartige Vorhaben in der verbleibenden Zeit bis 2008 noch machbar wären. Voraussetzung ist allerdings, dass die Stadt Wien endlich aktiv wird", so Gerstl. Auch temporär verwendbare P&R Anlagen an den neuralgischen Stadteinfahrten sind rasch zu planen und rechtzeitig einzurichten. Als Beispiel dafür nannte Gerstl die großen Lagerplätze der Stadt Wien in der Westeinfahrt. Solche Parkplätze, die den Autoverkehr schon an der Stadtgrenze abfangen helfen sollen, müssten auch an den anderen Stadteinfahrten errichtet werden.

Weitere wichtige Voraussetzungen, um den Ablauf der EM 08 in Wien staufrei zu garantieren, sind für den VP-Verkehrssprecher flexibel zu gestaltende Einbahnführungen an den Spieltagen, ausreichende Busparkplätze und Ausstiegsmöglichkeiten für die mit dem Bus anreisenden Fans, exakte Leitsysteme für Autofahrer wie für Fußgänger, ebenso wie eine Intervallverdichtung bei den Öffis und Zugsbegleiter.

"Die SP-Stadtregierung ist dazu aufgefordert, die Dinge nicht einfach auf sich zukommen zu lassen, sondern verkehrspolitisch aktiv den Herausforderung der EM 08 in Wien zu begegnen. Es sind entsprechende Kooperationsmöglichkeiten mit den Nachbarbundesländern, den ÖBB, dem Bund, aber auch den ausländischen Nachbarregionen zu suchen und aktiv zu betreiben, um die EM 08 für Wien zu einem verkehrspolitischen Vorzeigeprojekt zu gestalten", schloss Gerstl.

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