Niederwieser zu PISA: Gehrer geht es nur um Rechthaberei

Keine neuen Erkenntnisse, nur unnötige Geldverschwendung

Wien (SK) - Aus der Sicht von SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser handelt es sich bei Ministerin Gehrers Nachprüfen der PISA-Studie um "reine Rechthaberei". "Die PISA-Studie hat Top-Niveau. Durch die Nachprüfung haben sich keine neuen Erkenntnisse ergeben, die Probleme sind nach wie vor evident: Zu viele Schüler in Österreich verfügen über ungenügende Kenntnisse, und es gibt massive Ungerechtigkeiten im Schulsystem", so Niederwieser Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Gehrer handelt wie jemand, der zwar selbst keinen Bissen Brot zum Beißen hat, aber analysieren lässt, ob der Kaviar auch in Ordnung ist", so Niederwieser mit dem Verweis: Seit 2003/2004 fehlen die Schulstatistiken völlig; es gibt keine Daten zu wichtigen Fragen des Schulwesens - "jedes Entwicklungsland verfügt über Statistiken, nur Österreich nicht". Die PISA-Untersuchung sei hingegen von Top-Qualität und es werde auch darauf hingewiesen, dass es in Österreich keine 100-prozentige Erfassung der 15-Jährigen gibt, ebenso wie auf die besondere Situation der Lehrgangsberufsschulen.

Der SPÖ-Bildungssprecher bleibt dabei: Das von Gehrer angeordnete Nachrechnen habe zu keinen neuen Erkenntnissen geführt, sondern nur unnötig Steuergeld gekostet. "Die Prioritäten müssen anderswo liegen, nämlich im Ziehen der richtigen Schlüsse aus dem längst vorhandenen Datenmaterial", so Niederwieser abschließend. (Schluss) cs

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