Amon: Gusenbauer soll endlich sagen, was er gewusst hat

Ult.: Plumpes Ablenkungsmanöver der SPÖ ist nicht glaubwürdig =

Wien, 8. Juni 2006 (ÖVP-PK) Als ein "reines und noch dazu plumpes Ablenkungsmanöver von SPÖ-Chef Gusenbauer" bezeichnete heute, Donnerstag, ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon die Übermittlung einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft in der Causa Elsner. "Nur auf jene zu zeigen,
die ohnehin schon, und das zurecht, auf der Anklagebank sitzen, ist überflüssig. Gusenbauer müsste eigentlich nur die Augen öffnen und würde sehen, dass er ein hohes Maß an Klärungsbedarf in seinen eigenen Reihen hat", so Amon weiter. ****

"Viele SPÖ-Funktionäre und SPÖ-Gewerkschafter haben in der BAWAG Verantwortung für die unglaublichen Verluste getragen. Personen, die auch in Gusenbauers Kompetenzteam Wirtschaft sitzen und damit den SPÖ-Chef direkt beraten, und auch Personen wie Arbeiterkammerpräsident Tumpel, die hohe Funktionen innehaben", erklärte Amon. "Tumpel hat als Aufsichtsratschef der BAWAG die Wiederaufnahme der verlustreichen Karibikgeschäfte genehmigt. Bis heute schweigt Tumpel aber zu seiner Rolle in der BAWAG und hat bei diesem Versteckspiel offensichtlich die volle Rückendeckung von Gusenbauer", kritisierte der ÖAAB-Generalsekretär. "Tumpel muss sich endlich der Verantwortung, die er als Aufsichtsratschef hatte, stellen", forderte Amon einmal mehr.

"In der Affäre BAWAG gibt es ein extrem hohes Maß an politischer Verantwortung. Und dieser muss sich die SPÖ nun endlich einmal stellen, wenn sie sich selbst noch ernst nimmt", forderte Amon. "Weil gerade Personen, die in der ÖGB-BAWAG-Affäre eine tragende Rolle spielen, sich allesamt im Umfeld der SPÖ befinden, muss Gusenbauer nun endlich einmal offen legen, was er in dieser Causa tatsächlich gewusst hat und wann er über welche Vorgänge informiert geworden ist", so Amon. "Gusenbauer muss die roten Vertreter im BAWAG-Aufsichtsrat des Jahres 2000, die für diese Pensionsabfertigung verantwortlich sind, zur Verantwortung ziehen. Namentlich sind dies: Günter Weninger, Eduard Aschenbrenner, Josef Cerny, Erich Foglar, Rudolf Kaske, Rudolf Randus, Peter Stattmann, Josef Tumberger, Ingrid Streibel-Zarfl, Friedrich Gerth, Edith Frank, Gerd Grünauer, Brigitte Jakubovits, Heinrich Kuen, Rudolf Leeb, Georg Matej, Beatrix Pröll und Josef Singer."

"Wenn selbst der Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk, immerhin einer der honorigsten Sozialdemokraten, Gusenbauer nicht abkaufen will, dass er von dem allem nichts gewusst habe, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass Gusenbauer endlich die Karten auf den Tisch legen muss", schloss Amon.

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