ARBÖ: Benziner auf dem Vormarsch

Im ersten Quartal ist der Dieselanteil beim Neuwagenkauf auf 63 Prozent gesunken

Wien (OTS) - Die Österreicher entscheiden sich immer häufiger für ein Auto mit Benzinantrieb, stellt der ARBÖ fest: Der Anteil der Benziner bei den neu zugelassenen PKW stieg im ersten Quartal - bei rund 78.000 verkauften Autos - auf 37 Prozent, während der Dieselanteil auf 63 Prozent sank.

Zum Vergleich: Vor zwei Jahren lag Diesel bei knapp 71 Prozent der neu gekauften Fahrzeuge, vor einem Jahr waren es 65 Prozent. Der Anteil der Benziner stieg gleichzeitig von 29 Prozent (2004) auf 35 Prozent (2005).

"Der Trend zum Benziner wird sich auch in nächster Zukunft weiter verstärken", schätzen die ARBÖ-Experten. "Zum einen, weil die Vorliebe der Österreicher für einen Benziner in den letzten zwei Jahren deutlich gewachsen ist, wie ein Umfragevergleich des ARBÖ zeigt." Bei einer Umfrage von OEKONSULT im Auftrag des ARBÖ im Herbst 2004 waren nur vier Prozent der Autofahrer bereit, auf einen Benziner umzusteigen, wenn das gewünschte Automodell ohne Partikelfilter angeboten wurde. Bei einer zweiten Umfrage von OEKONSULT im Frühjahr 2006 sprachen sich dafür schon 25 Prozent der Befragten aus. Zum anderen wird die "Strafe" für neu gekaufte Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter ab Juli auf 300 Euro verdoppelt.

Die Gründe "pro Benziner" sind nicht nur im Bonus-Malus-System zu suchen, das alle Autokäufer bestraft, sich für ein Dieselfahrzeug ohne Dieselpartikelfilter entscheiden. Ein weiterer Grund ist die rasante Entwicklung des Dieselpreises in den letzten zwei Jahren, der den früheren Diesel-Preisvorteil von 18 Cent auf karge acht Cent pro Liter schrumpfen ließ. Schuld daran war aber nicht nur die Entwicklung auf den internationalen Märkten, sondern es gibt auch "hausgemachte" Gründe, warum der Diesel an Preisvorteilen einbüsste:
Die stärkere Erhöhung der Mineralölsteuer für Diesel im Jahr 2004 und die Einführung der Biodiesel-Zumischung seit Herbst 2005 durch die österreichische Regierung haben Diesel verteuert.

Autokäufern fällt es nach wie vor nicht immer leicht, das gewünschte Dieselfahrzeug mit Partikelfilter zu erhalten. Nach Erhebungen von Eurotax Glass's waren von den 3.773 angebotenen Diesel-Modellen nur 47 Prozent "bonusfähig", während 53 Prozent ohne Partikelfilter angeboten wurden. Besonders hoch ist das Manko an Dieselmodellen bei den kleineren Fahrzeugen (bis 80 kW): Nur 32 Prozent der angebotenen Modelle sind bonusfähig, für die Mehrheit von 68 Prozent muss man Malus zahlen.

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