Karas: Bessere Koordinierung der Ferienströme in Europa

Tourismuswirtschaft ist eine der wichtigsten EU- Wachstumsbranchen

Brüssel, 8. Juni 2006 (ÖVP-PD) "Mit 1.700 Milliarden Euro Umsatz europaweit im vergangenen Jahr, über 8 Millionen Beschäftigten und einem Wirtschaftswachstum von 4,1 Prozent zählt der Tourismus zu Europas wichtigsten Wachstumsbranchen. Das volle Potential der europäischen Tourismusindustrie kann aber nur dann ausgeschöpft werden, wenn auch die Rahmenbedingungen entsprechend gestaltet werden", sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Delegationsleiter Mag. Othmar Karas zur Eröffnung der Fachkonferenz "Tourismus und Reisesaisonen" im Europäischen Parlament. Karas lud als Vizepräsident der EVP-ED Fraktion und als Vorsitzender der KMU-Intergroup im Europäischen Parlament gemeinsam mit der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft-Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKÖ zu dieser Konferenz ein, an der neben zahlreichen Europaparlamentariern und Spitzenvertretern der Tourismuswirtschaft auch WKÖ-Präsident Christoph Leitl und EU-Sozial-und Beschäftigungskommissar Vladimir Spidla als Referenten teilnehmen werden. ****

"Über 99 Prozent der Unternehmen in der Tourismusbranche sind Klein- und Mittelbetriebe. Die Tourismusbranche ist auch ein sehr arbeitsintensiver Sektor. Durch das hohe Wachstumspotential in diesem Sektor entsteht ein enormes Beschäftigungspotential", so Karas. Studien zufolge könnten bis zum Jahr 2010 zwei Millionen neue Arbeitsplätze im Tourismussektor geschaffen werden. "Um dieses Potential voll ausschöpfen zu können, brauchen wir einen verstärkten Bürokratieabbau, eine effiziente und rasche Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie und vor allem auch eine bessere Förderung von Tourismusnetzwerken durch die Union. Die Betriebe müssen auch besser über die Nachfragesituation informiert sein, das umfasst Informationen über den demographischen Wandel ebenso wie klimatische Veränderungen oder die Kaufkraft der Verbraucher", so Karas.

Schwerpunkt der Konferenz sind die Saisonalitäten im Tourismus und der Umgang mit den dadurch entstehenden Herausforderungen. "Gerade Österreich als klassisches Ferienziel für Urlauber aus ganz Europa ist an einer besseren Abstimmung der Ferienzeiten in Europa dringend interessiert. Eine bessere Verteilung der Reiseströme zur Auslastung auch der Nebensaisonen ist daher in vitalem Interesse der österreichischen Tourismusbetriebe", unterstrich Karas. Zwei Workshops beschäftigen sich daher mit den Ursachen saisonaler Fluktuationen und zeigen anhand von Fallstudien aus ganz Europa Chancen und Risiken auf. "Saisonale Schwankungen besser auszugleichen erfordert ein konzertiertes europäisches Vorgehen. Best Practice Modelle können hier helfen, auch der Austausch von Information zwischen den Regionen sollte verstärkt werden. Eine bessere Abstimmung der verschiedenen nationalen Politiken in den EU-Mitgliedstaaten, beispielsweise durch Koordinierung der nationalen Ferienordnungen, kann ein Weg für die Zukunft sein", sagte Karas abschließend.

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