Rieder: Simmering wird Zentrum der Gasversorgung

50 Millionen Euro für Ausbau und Modernisierung

Wien (OTS) - "Unter dem Titel "Masterplan Simmering" haben wir im Jahr 2001 beschlossen, die Kräfte der Wien Energie Gasnetz am Standort Simmering zu bündeln. Bis 2008 entsteht hier das neue Zentrum der Erdgasversorgung Wiens. In die Modernisierung und den Ausbau des Standortes Simmering investiert Wien Energie Gasnetz im Zeitraum 2002 bis 2008 insgesamt rund 50 Millionen Euro", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder am Donnerstag bei der Eröffnung der neuen Erdgas-Betriebstankstelle am Standort Simmering.

Bei der Eröffnung der Erdgas-Betriebstankstelle berichtete Rieder über den Stand der Dinge bei der Realisierung des Masterplans. Im Mittelpunkt stehen heuer der Neubau des Direktionsgebäudes und der Prüf- und Versuchsanstalt, der Umbau der Alten Schmiede zu einem Schulungs- und Kompetenzzentrum und die Erweiterung des Gaszählerlagers.

Die neue Erdgas-Betriebstankstelle ist einer von vielen Schritten und eines von mehreren Bauvorhaben zur Realisierung des Masterplans. Sie dient zur Versorgung der flotteneigenen Erdgasfahrzeuge der Wien Energie Gasnetz, die mit 120 erdgasbetriebenen Fahrzeugen Österreichs größter Erdgas-Flotten-betreiber ist. Die mit neuester Technologie ausgestattete Erdgastankstelle garantiert eine sichere, umweltschonende Betankung. Erdgasfahrzeuge sind besonders wirtschaftlich. Die Umstellung der Flotte auf Erdgasbetrieb spart bei Wien Energie Gasnetz rund 20.000 Euro an Treibstoffkosten pro Jahr.

Neue Unternehmenszentrale wird bis Mitte 2007 eröffnet

Im Rahmen des Masterplans Simmering wird derzeit gerade die neue Unternehmenszentrale der Wien Energie Gasnetz errichtet, die bis Mitte 2007 fertig sein wird. Dann werden die 350 Mitarbeiter aus der bisherigen Direktion in der Josefstädterstraße in das neue Direktionsgebäude übersiedeln. Im neuen Gebäude werden auf insgesamt 8.000 Quadratmetern alle kaufmännischen und technischen Abteilungen sowie die Rechts- und Kundendienstabteilung untergebracht. Die neue Unternehmenszentrale ist Basis für eine moderne und effiziente Unternehmensorganisation. So können innerbetriebliche Wegzeiten reduziert und die Instandhaltungs- und Betriebskosten sowie die Aufwendungen für Energie, Abwasser und Reinigung gesenkt werden. Das Investment von rund 14 Millionen Euro in die neue Zentrale wird sich innerhalb von etwa vier Jahren amortisiert haben, auch unter Berücksichtigung des Verkaufserlöses für das alte Direktionsgebäude im 8. Bezirk.

Baubeginn für neue Prüf- und Versuchsanstalt - Alte Schmiede wird Schulungs- und Kompetenzzentrum

Noch 2006 wird mit dem Neubau der Versuchs- und Prüfanstalt begonnen. Die Versuchsanstalt ist eine akkreditierte Prüfstelle für Gas- und Feuerungstechnik. Die neue Versuchsanstalt wird als zweigeschossiges Bauwerk unter Berücksichtigung des angrenzenden denkmalgeschützten Altbestandes errichtet. Die Kosten betragen rund drei Millionen Euro. Mit dieser Investition wird ebenfalls eine Zentralisierung der technischen Abläufe, eine Reduktion der Instandhaltungsaufwendungen für den alten Standort sowie eine Flexibilisierung der Ablauf- und Arbeitsprozesse erreicht.

Die frei werdenden Flächen können für die Wien Energie Gasnetz wirtschaftlich verwertet und in das Stadtentwicklungskonzept "Erdbergermais - Aspanggründe" stadtplanerisch integriert werden. Insgesamt wird dadurch der Flächenbedarf am Standort Simmering um rund 30.000 Quadratmeter reduziert.

Ebenfalls noch heuer wird mit dem Umbau der denkmalgeschützten Alten Schmiede zu einem Schulungs- und Kompetenzzentrum sowie mit der Erweiterung des Gaszählerlagers begonnen. Bis Ende 2007 sollen diese Bauprojekte abgeschlossen sein, genauso wie der im Vorjahr begonnene Umbau des zentralen Rohrlagerplatzes. Das neue zentrale Rohrlager macht eine logistisch verbesserte Lagerhaltung möglich und führt zur Optimierung der Fahrzeiten zu Instandhaltungs- und Gebrechensstellen.

Denkmalgeschütztes Werksgebäude bereits revitalisiert -Schaltzentrale der Erdgasversorgung seit 2001 in Simmering

Bereits im Jahr 2003 eröffnet wurden das neue Betriebsgebäude, in dem die Mitarbeiter des Störungsdienstes, der Rohrlegung und der Gasregelung untergebracht sind, sowie das unter strengen Auflagen des Denkmalschutzes revitalisierte alte, aus Backsteinen gefertigte Werksgebäude, in dem heute Teile der Verwaltung untergebracht sind.

Am Standort Simmering befindet sich auch das Herzstück der Wiener Gasversorgung - der im Jahr 2001 eröffnete so genannte Erdgas-Dispatcher. Dabei handelt es sich um die zentrale Schaltstelle, in der die Zu- und Abfuhr der für die Versorgung Wiens notwendigen Erdgasmengen gesteuert und überwacht wird. Der Erdgas-Dispatcher in Wien Simmering ist eines der modernsten Gasverteil- und Regelsysteme Europas. Mit einem Investvolumen von rund 30 Millionen Euro wurde die Schaltzentrale bereits am Beginn der Masterplanung im Jahr 2001 fertig gestellt. Seither wird von hier aus das 3.500 Kilometer lange Wiener Gasnetz zentral und vollautomatisch gesteuert.

Realisierung des Masterplans Simmering wird bis Ende 2008 abgeschlossen

Für 2007 ist als letztes großes Bauvorhaben im Masterplan noch der Umbau des alten Reserve-Rechenzentrums der Wiener Stadtwerke geplant. Hier wird nach der Fertigstellung 2008 das Archiv sowie der Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie der Wien Energie Gasnetz untergebracht. Der Masterplan Simmering soll bis Ende 2008 komplett umgesetzt sein. Bis auf die Kundendienststellen in Wien Meidling und Wien Brigittenau sind sämtliche Dienststellen der Wien Energie Gasnetz am Standort Simmering in der Erdbergstraße 236 konzentriert.

Wien Energie Gasnetz versorgt rund 700.000 Kunden- 1.100 Mitarbeiter erwirtschaften rund 158 Mio. Euro Umsatz

Wien Energie Gasnetz, Tochterunternehmen der Wien Energie, investierte in den vergangenen 10 Jahren rund 450 Millionen Euro in Sachanlagen. Im laufenden Geschäftsjahr sind Investitionen im Ausmaß von 61,7 Millionen Euro geplant. Davon werden rund 11 Millionen Euro auf das Niederdruckrohrnetz,
7 Millionen Euro auf die Hausanschlussleitungen und 1,9 Millionen Euro auf das Hochdrucknetz entfallen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden rund 2,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas an knapp 700.000 Kunden und an die Strom- und Fernwärmeproduktion durchgeleitet. Mit ca. 1.100 Mitarbeitern erwirtschaftete Wien Energie Gasnetz einen Umsatz von 157,6 Millionen Euro.

Neues Geschäftsfeld seit 2005: Errichtung von Infrastruktur für Erdgasfahrzeuge

Seit 2005 forciert das Unternehmen als zukunftsträchtiges Geschäftsfeld den Ausbau der Infrastruktur für Erdgasfahrzeuge im Großraum Wien. Dazu wurde im Jahr 2005 das 100%-Tochterunternehmen "Wien Energie Erdgas Mobil" gegründet. Gemeinsam mit der OMV wurden bisher 5 Erdgastankstellen in Wien errichtet. Die jüngste wurde im Mai 2005 in der Brünnerstraße im 21. Bezirk eröffnet. Bis 2007 wird Wien Energie Gasnetz in Kooperation mit dem OMV-Kon-zern 2,5 Millionen Euro in zehn weitere Wiener Tankstellen investieren. Im Juli steht die Eröffnung von drei weiteren Erdgastankstellen bevor.

Außerdem unterstützt Wien Energie Gasnetz private Fuhrpark- und Flottenbetreiber beim Umstieg auf Erdgasautos mit einem Contracting-Modell zur Realisierung der betriebseigenen Erdgastankstelle. Wien Energie plant und baut die Anlage, schließt diese ans Gasnetz an und betreibt sie. Für den Partner entstehen keine zusätzlichen Investitionskosten. Die Investitionen werden über einen vereinbarten Zeitraum als Anteil am Erdgaspreis abgegolten. (Schluss) gaw

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