Keck: Gemeinsam mit dem Bundesrat gegen die unsoziale Schwerarbeitsregelung

Keck als Schwerarbeitsexperte im Österreichischen Bundesrat

Wien (SK) - Als eine "gute Entscheidung im Sinne der Betroffenen" bezeichnet der Linzer SPÖ-Abgeordnete Dietmar Keck die Entscheidung des Bundesrates, gegen das Sozialversicherungsänderungsgesetz 2006 (SVÄG) Einspruch zu erheben. Keck, der gestern neben dem Chef der Pensionsversicherungsanstalt, Wetscherek, als Experte in Sachen Schwerarbeit zum Ausschuss für Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz im Bundesrat geladen war, sieht damit ein "Zeitfenster gekommen, das Schwarz, Blau und Orange im Nationalrat eine letzte Chance gibt, ihren sozialpolitischen Fehler zu korrigieren". ****

Keck, der in der Vergangenheit immer wieder als vehementer Kritiker an der so genannten "Schwerarbeiterregelung" der Bundesregierung aufgetreten war, formulierte auch gestern erneut seine massiven Bedenken gegen dieses Gesetz. "Ich lehne es ab, Menschen, die über Jahre oder Jahrzehnte Schwerarbeit geleistet haben, auch nach 45 Arbeitsjahren noch mit Pensionsabschlägen zu bestrafen", betonte Keck am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Weiters sprach er sich eindeutig gegen die "realitätsfernen und völlig undurchdachten Schwerarbeitskriterien" aus. Keck dazu wörtlich: "Hätte sich irgendeine der Erfinder dieser obskuren Regelung mit den tatsächlichen Gegebenheiten im Bereich der Schwerarbeit auseinandergesetzt, so hätte niemals eine solche Regelung entstehen können. Sie ist zuwider allen aktuellen Schichtmodellen, umfasst entweder Berufe, die es nicht mehr gibt, oder lässt solche aus, die tatsächlich betroffen wären." Der SPÖ-Politiker ortet hier "nicht nur immense Ungerechtigkeit für die Betroffenen, sondern eine unabsehbare Klagswelle ab Inkrafttreten des Gesetztes".

Zuletzt verurteilte Keck einzelne Kriterien der Regelung, wie z.B. die Messung der sogenannten "Arbeitskalorien". Er nennt sie "unmenschlich und vermutlich darauf ausgerichtet, dass dieser Zugang zur Anerkennung einer Arbeit als Schwerarbeit gescheut wird." Er weist darauf hin, dass die "scheinbar so objektive Messmethode von 2.000 bzw. 1.400 sogenannten Arbeitskalorien pro achtstündigem Arbeitstag je nach Alter, Gewicht und Konstitution differiere, und dass es aufwendiger Untersuchungsmethoden bedürfe, um echte Klarheit über die individuelle Belastung zu erhalten." Keck dazu abschließend:
"Die Regierung verurteilt die Menschen und Firmen hier zu unwürdigen, zeitaufwendigen und sehr teuren Methoden der Messung. Das ist typisch für Schwarz, Blau und Orange und wird Grund genug sein, diesem Übel am Wahltag ein Ende zu setzen."

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