Fragwürdige Werbeverkaufsveranstaltung tarnt sich als Landes-Wettbewerb

AKNÖ rät: Mit Vorsicht und Hausverstand reagieren

Wien (AKNÖ) - Zuhauf flattern dieser Tage die angeblich persönlichen Gewinndokumente in Niederösterreichs Haushalte. Und sie sind erneut geschickt getarnt. Es hat den Anschein als würde es sich um Einladungen zu einer offiziellen Preisverleihung des Landes Niederösterreich handeln, wovon sich das Land allerdings entschieden distanziert.

Auf der Massenaussendung des "Niederösterreichischen Landes-Wettbewerbs" heißt es "Es ist amtlich: Der Hauptgewinner unseres Landes-Wettbewerbs, und daran besteht keinerlei Zweifel, erhält garantiert 10.000 Euro in bar!" Kein Zweifel besteht laut den Konsumentenschützern der Arbeiterkammer Niederösterreich allerdings nur hinsichtlich der Tatsache, dass es sich bei dieser Veranstaltung bloß um eine weitere Werbeverkaufsveranstaltung handelt. Und wirklichen Gewinner, gibt es stets nur einen: Jene Firma, die die Einladungen verschickt und im Wirtshaus schließlich um teures Geld Bettwaren und Geräte zur Magnetfeldtherapie verhökert.

In jedem Haushalt ein Hauptgewinner

Die Telefone in der Konsumentenschutzabteilung der Arbeiterkammer Niederösterreich laufen heiß. "Die Vielzahl der Anfragen ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es sich bei dieser Einladung um eine Postwurfsendung im großen Stil handelt", so Dr. Eva Schreiber, Konsumentenschützerin der AKNÖ. "Wenn Sie sich unter den vermeintlich glücklichen Hauptgewinnern befinden, sind Sie leider bloß einer von vielen. Den versprochenen Hauptgewinn werden Sie nie in Empfang nehmen können."

Mit scheinbarem Preisregen in die Falle gelockt

Der Preisregen scheint schier unendlich: Neben einem Hauptgewinn von 10.000 Euro versprechen die Veranstalter ein kostenloses Festessen für fünf Personen, ein 4-teiliges Küchen-Set und die Übergabe sogenannter R-Schecks. "Erfahrungsgemäß handelt es sich dabei um Reiseschecks. Wer diese Reisen bucht, geht meist ein unkalkulierbares Risiko ein, da sie mit Zuschlägen und Aufpreisen letztlich ganz schön teuer kommen können", so Schreiber. Auch die anderen Gewinne halten nicht, was sie versprechen: "Mit Geschenken dieser Art haben wir bereits langjährige Erfahrung. Es handelt sich dabei praktisch immer um Produkte minderwertiger Qualität!"

Klage anhängig - Verfahren läuft noch

Mit einem ähnlichen Verkaufs-Schmäh wurden die Konsumenten bereits im Herbst 2005 für dumm verkauft. Die Einladung zum "Niederösterreichischen Bezirkswettbewerb" landete schließlich bei Gericht. Die Firma wurde auf Auszahlung des versprochenen Gewinns verklagt, das entsprechende Verfahren läuft noch. Das Fazit der AKNÖ-Konsumentenschützer: "Sollten auch Sie stolzer Hauptgewinner sein, lassen Sie Ihren gesunden Hausverstand walten und die Einladung zum Altpapier wandern."

Rückfragehinweis:
AKNÖ-Konsumentenberatung: Dr. Eva Schreiber: 0664/81 42 707

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