Hauptverband: Datensicherheit bei der Vorsorguntersuchung ist gewährleistet

Laminger: "Von einem gläsernen Patienten kann keine Rede sein"

Wien (OTS) - "Die Vertraulichkeit und Integrität hochsensibler Gesundheitsdaten wird durch kryptografische Verfahren (Verschlüsselungen, elektronische Signaturen) geschützt. Die Sozialversicherung verwirklicht diese Vorgaben auf dem technisch aktuellsten Stand. Diese Sicherheit ist ein massiver Fortschritt gegenüber den früher möglichen und offen lesbaren Aufzeichnungen auf Papier. Die Daten sind für die Patienten daher mindestens so sicher wie in den Ordinationen der Ärzte. Seit 1. Jänner 2005 gelten nämlich mit der Einführung des Gesundheitstelematikgesetzes für die Arbeit mit Gesundheitsdaten entsprechende Regeln für Sozialversicherung und Ärzte".
Damit reagiert der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger auf die Vorwürfe einzelner Ärzte und deren Kammerfunktionäre, wonach die Weitergabe von Patientendaten im Rahmen der neuen Vorsorgeuntersuchung zu einem Missbrauch führen könnte. Erich Laminger, Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband:
"Die Sorge um einen gläsernen Patienten ist völlig unbegründet. In den Sozialversicherungen werden seit Jahrzehnten Millionen von Daten (etwa Einkommensdaten, Diagnosedaten, Anm.) nach den strengen Grundsätzen des Datenschutzgesetzes verarbeitet und verwertet und es ist in diesem Zusammenhang noch nie zu einem Datenmissbrauch gekommen".
Die von den Ärzten im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung Neu erhobenen Patientendaten im Anamnesebogen werden im Hauptverband anonymisiert und verschlüsselt und dienen anschließend lediglich für die gesetzlich vorgegebenen statistischen Auswertungen. Damit wird es in Zukunft möglich sein, auf Krankheitshäufungen in bestimmten Regionen Österreichs im Sinne der Patienten rascher und gezielter durch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu reagieren. Laminger abschließend: "Die Sozialversicherung handelt damit im Interesse der betroffenen Patienten, für deren Schutz rasche und gute Übersicht über die Entwicklung von Krankheiten und deren Auswirkungen sichergestellt werden muss".
Die Verarbeitung ist außerdem selbstverständlich von der Datenschutzkommission per Bescheid genehmigt.

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