Kein Reformstau in OÖ

OÖGKK zahlt moderne Therapien "auf Krankenschein" bzw. e-card

Wien (OTS) - Keinen Modernisierungsstau bei modernen medizinischen Therapien gibt es in Oberösterreich. Eine klare vertragliche Regelung zwischen OÖGKK und OÖ Ärztekammer sieht seit 1999 jederzeit eine Prüfung neuer Methoden vor, der Antrag dazu muss von der OÖ Ärztekammer kommen und von der OÖGKK nach dem Stand der Wissenschaft geprüft werden. Dabei muss die OÖGKK wissenschaftlich einwandfreie Studien zur Beurteilung einer neuen Methode verwenden.

Die Österreichische Ärztekammer beklagte in einer Aussendung vom 31.5.2006 (OTS 0247) das "Diktat der Ökonomie" und einen "Stillstand in der Medizin". Grundtenor in der Aussendung: Viele moderne Leistungen und Therapien werden von den Krankenkassen nicht gezahlt. "Meiner Meinung nach kann die Österreichische Ärztekammer und ihr Präsident Rainer Brettenthaler nicht uns in Oberösterreich meinen, wir haben diesbezüglich seit 1999 eine Regelung, die eine Prüfung neuer Therapien unsererseits auf Antrag der OÖ Ärztekammer vorsieht," so OÖGKK-Obmann Alois Stöger in einer Stellungnahme.

Selbst Ärztekammer OÖ sieht keinen Reformstau in OÖ

Selbst der Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte in OÖ, Dr. Oskar Schwenninger, sieht keinen Modernisierungsstau in OÖ (siehe Schwenninger-Artikel in der "Österreichischen Ärztezeitung" vom 10. Mai 2006). Folgende moderne Leistungen der Medizin gibt es bei entsprechender Indikation durch einen Arzt - im Gegensatz zu der Aussendung der österreichischen Ärztekammer - in Oberösterreich "auf Krankenschein" (e-card):

  • 24 Stunden Blutdruckmonitoring
  • Laborleistungen im Bereich Stoffwechsel (LDL, HDL, Cholesterin, Trigliceride, Schilddrüsenhormone Blutzucker...uvm)
  • Psychosomatische Diagnose- und Behandlungsgespräche
  • Ultraschall Untersuchungen für Mutterkindpass
  • Ernährung und Diätberatung durch Kinderärzte
  • Virtuelle CT Coloskopie
  • Schilddrüsenszintigraphie
  • HNO - flexible Endoskopie
  • Stimmdiagnostik

Obmann Stöger zum Stand der modernen Medizin in Oberösterreich:
"Der Ball bezüglich neuer Therapien ist bei uns in Oberösterreich bei der OÖ Ärztekammer, mit der wir ein sehr gutes Einvernehmen haben, und die für die notwendigen Anträge an uns zuständig ist".

Gute Versorgung mit moderner Medizin in OÖ

"Darüber hinaus liegt uns aus ureigenstem Interesse sehr viel daran, unseren 1,1 Millionen Versicherten in OÖ effiziente und moderne Therapiemethoden zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung dafür ist allerdings dass die Wirkung dieser Methoden auch wissenschaftlich gesichert ist, und dass eine Methode auch im Einzelfall medizinisch Sinn macht," so Obmann Stöger. "Nicht jeder bekommt alles auf Krankenschein bzw. e-card, die medizinische Indikation eines Arztes ist immer Grundvoraussetzung", so OÖGKK Obmann Stöger abschließend.

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