Strache: Die Universitäten tragen tagtäglich dazu bei, den österreichischen Wohlstandstaat zu sichern!

Wien, 02-06-2006 (fpd) - Jeder einzelne Euro, der in die Universitäten, die Fachhochschulen, die Forschung oder in die Bildung ganz allgemein von Seiten der öffentlichen Hand investiert wird, rechnet sich vielfach um den modernen österreichischen Wohlfahrtsstaat in der zunehmend brutalen globalisierten Welt sicher zu stellen. Die öffentliche Hand - Bund sowie auch die Länder - steht in der Pflicht für unsere Jugend und für die Zukunft des Landes die nötige Sorge zu tragen, die den Fortschritt, die Arbeitsplätze und den Wohlstand ermöglichen, so heute der Obmann der FPÖ im Zuge einer Pressekonferenz mit Universitätsrat Dr. Helmuth Krünes und NAbg i.R. Dr. Martin Graf.

Es sei ein weitläufiger Irrtum anzunehmen, dass unsere Bildungseinrichtungen nach wie vor in einem nationalen Konkurrenzverhältnis stehen. Wir müssen uns mit international herzeigbaren Leistungen und internationalen Konkurrenten messen und unseren Ressourceneinsatz bündeln. Österreich als kleine Volkswirtschaft wird auf Dauer nicht in der Lage sein waschkorbartig Bildungsressourcen für alles und jedes duplizierend im eigenen Land vorzuhalten. Dem entsprechend bedarf es noch einiger nationaler Kraftanstrengungen um international besser als bisher reüssieren zu können.

Öffentliche Gelder unterliegen in Ihrer Verwendung der Verantwortung der Vertreter dieser Republik aber auch der Kontrolle durch die Volksvertreter und den Kontrolleinrichtungen. Der Gesetzgeber hat hierbei die notwendigen zukunftsweisenden Rahmenbedingungen zu schaffen.

Aufgabe der modernen Universität kann es nicht sein, im ständigen Kampf mit einer Bundesimmobiliengesellschaft und mit - von kleinkarierten Länderinteressen dominierten - Standortfragen zu stehen, der nur unnötig Ressourcen bindet. Aufgabe der modernen Universität kann auch nicht sein, bloß Überbringer der negativen Botschaften, gleich einer nachgelagerten Dienstelle, an die Scientific Comunity zu sein.

Aufgabe der Universität kann es nur sein, den eingeräumten Freiraum echter Autonomie und die sich auftuenden Chancen nach dem Grundsatz der Freiheit der forschungsgeleiteten Lehre und der Freiheit des künstlerischen Schaffens und der Vermittlung von Kunst und deren Lehre für unsere Zukunft zu nützen.
Frei und Autonom ist die Universität jedoch erst dann, wenn das Wissenschaftsministerium in seiner Bürokratie, wie 2002 zugesagt, endlich abgeschlankt wird und die frei werdenden Personal- und Finanzressourcen den Universitäten übertragen werden.

Frei und Autonom ist die Universität erst dann, wenn selbstbestimmt durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine kollektivvertraglich normierte Dienstordnung in Kraft tritt. und die von den Universitäten benützten Immobilien ins Eigentum der Universitäten übertragen werden. Zudem sollen die Universitäten ihre Zugangsvoraussetzungen selbst bestimmen können.(Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0006