7.500 junge Menschen ohne Arbeit sind zuviel

LHStv. DI Erich Haider: "Noch immer keine Trendwende am oberösterreichischen Arbeitsmarkt in Sicht"

Linz (OTS) - In Oberösterreich sind zu Monatsende 20.714 Personen offiziell als arbeitslos registriert. Hinzu kommen 9.259 Personen, die sich derzeit in Schulungsmaßnahmen des AMS OÖ befinden. Insgesamt sind daher mindestens 29.973 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ohne Job. Davon suchen insgesamt 15.510 Frauen dringend Arbeit. Das ergibt - gegenüber Mai 2005 - ein Plus von 3,6%! Die Zahl der arbeitssuchenden Jugendlichen hat sich im Vergleich zum Vorjahr praktisch nicht verändert. Mindestens 7.482 junge Menschen sind derzeit in unserem Bundesland auf Jobsuche. "Wo hier genau die viel zitierte - zuletzt von der grünen Bundesrätin Ruperta Lichtenecker - Trendwende am Arbeitsmarkt stattfindet, ist mir ein völliges Rätsel. Immerhin befinden sich derzeit 1.358 Menschen (+17,2%!) mehr in Schulung als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Damit hat sich aber auch insgesamt die Anzahl der arbeitssuchenden Menschen im Vergleich zum Mai 2005 hierzulande nicht wesentlich verringert", meint LHStv. DI Erich Haider.

Bemerkenswert ist die völlige Uneinigkeit der Grünen in dieser Frage. Während die Bundesgrünen heftige Kritik an der Arbeitsmarktpolitik der schwarz-orangen Bundesregierung üben und Minister Bartenstein "als netten Märchenonkel" bezeichnen, freut sich Bundesrätin Lichtenecker geradezu überschwänglich über den angeblich so tollen Rückgang der Arbeitslosigkeit in Oberösterreich

"Für die SPÖ ist die Situation völlig klar: Die Arbeitslosigkeit stagniert in diesem Monat nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Schulungen - so sinnvoll diese im Einzelfall auch sein mögen - können richtige Arbeitsplätze nicht ersetzen. Nur mit Wirtschaftswachstum sind zusätzliche Arbeitsplätze und damit eine echte Trendwende möglich. Es gilt hier dringend den neoliberalen Weg von Schüssel & Co mit ihrer ungebremsten Ausverkaufswut zu beenden und einen grundlegenden Kurswechsel der Wirtschaftspolitik einzuleiten", so SP-Chef Haider abschließend.

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