Grossmann: ÖVP hat Jugendarbeitslosigkeit fast verdoppelt

Kein Rückgang bei Jugendarbeitslosigkeit im Mai - Grossmann kritisiert "Wurstsemmel-Arithmetik" von Fuhrmann

Wien (SK) - "Es ist schade, dass die Jugendsprecherin der ÖVP sich lieber ganz der Regierungspropaganda widmet, statt sich wirklich für die jungen Menschen einzusetzen", sagte SPÖ-Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann zur heutigen Pressekonferenz von Silvia Fuhrmann. Denn ganz anders als von Fuhrmann behauptet, sinkt die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich nicht, sondern sie steigt. Ende Mai waren 55.493 Jugendliche auf Jobsuche, davon 22.583 in Schulungen. Im Mai 2005 waren es insgesamt 54.877. ****

"Dass Fuhrmann aus diesen Zahlen eine Rückgang ablesen kann, ist wohl nur mit der bekannten Wurstsemmel-Arithmetik der ÖVP-Jugendsprecherin zu erklären", so Grossmann am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die SPÖ-Jugendsprecherin wies auf die insgesamt erschreckende Bilanz der ÖVP-Regierung im Bereich der Jugendbeschäftigung hin. So ist seit dem Jahr 2000 die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen um 24.000, das sind 76 Prozent, gestiegen.

Vor diesem Hintergrund hält Grossmann die Rechnung der ÖVP-Jugendsprecherin, dass es alle 24 Stunden 100 neue Jobs gäbe, für reinen Zynismus. "Richtiger wäre es eher umgekehrt. In jedem Jahr seiner Regierungszeit hat Schüssel 4.000 jungen Menschen den Job gekostet", so Grossmann.

Das schlägt sich auch im EU-Vergleich deutlich nieder. Im Jahr 2000 war Österreich das Land mit der geringsten Jugendarbeitslosigkeit mit einer Arbeitslosenquote von fünf Prozent. Heute ist Österreich nur mehr auf Rang vier mit einer Quote von beinahe zehn Prozent.

Grossmann betonte in dem Zusammenhang, dass die SPÖ schon längst wirksame Konzepte zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit vorgelegt hat. Mit einer Reform der Lehrausbildung, einem Lehrlingsfonds und dem Angebot von echten Berufsausbildungen für jene, die keine Lehrstelle finden, könnte die Jugendarbeitslosigkeit deutlich gesenkt werden. "Die ÖVP hat die Jugendarbeitslosigkeit beinahe verdoppelt. Wir werden sie wieder halbieren", so Grossmann abschließend. (Schluss) wf

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