Eine Fülle von Kostenerhöhungen machen Sauergemüseerzeugern schwer zu schaffen

Heimische Betriebe müssen Preisschub bei Herstellungs-, Transport- und Verpackungskosten hinnehmen - Das schlägt auch auf den Verbraucherpreis durch

Wien (PWK368) - "Die österreichische Sauergemüseindustrie kämpft derzeit gegen eine Vielzahl an Kostenerhöhungen in den Bereichen Energiepreise, Transportkosten und Verpackungen - dabei sind Glas, Dose und Folie gleichermaßen betroffen", schildert Josef Domschitz, Geschäftsführer des Verbandes der Obst- und Gemüseveredelungsindustrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Das alles beeinflusst die Herstellungskosten der österreichischen Sauergemüseproduzenten bereits deutlich."

Dazu kommt, dass für die bevorstehende Ernte 2006 die Preise bei bestimmten Feldgemüsearten in Österreich im unterschiedlichen Ausmaß angehoben werden müssen. Bei den knackigen und allerseits bekannten Einlegegurken "Made in A" betragen die Preissteigerungen allein in Oberösterreich 8 Prozent gegenüber der Vorjahresernte. Diese Preisanpassungen entsprechen der guten österreichischen Qualität von Einlegegurken, Wurzelgemüse, Weißkraut und Sauerkraut und sind im Interesse einer weiterhin guten Partnerschaft zwischen österreichischer Landwirtschaft, die ebenfalls mit höheren Erzeugerkosten zu kämpfen hat, und österreichischen Produzenten einfach notwendig", erklärt der Sprecher der heimischen Sauergemüseindustrie.

Die neuen Erntepreise müssen daher gemeinsam mit den Kostensteigerungen, die die Branche in den vergangenen Monaten bei Verpackung, Energie und Transport hinnehmen musste, in der Kalkulation berücksichtigt werden. "Diese Fülle an Preissteigerungen, die gerade in dieser Branche sauer aufstoßen, müssen daher ab Herbst 2006 im unterschiedlichen Ausmaß bei Essiggemüse an die Kunden weitergegeben werden", so Domschitz.

Die Beschaffung der benötigten Rohwaren dürfte jedoch heuer weitgehend ohne störenden Einfluss von Wetterkapriolen - der lange und harte Winter hat den Feldgemüseanbaugebieten in Oberösterreich und dem Burgenland Gott sei Dank nicht sonderlich zugesetzt - über die Bühne gehen, hoffen die österreichischen Weiterverarbeiter. Damit können die typisch österreichischen Einlegegurken mit Ihrem guten Geschmack und Ihrer Knackigkeit innerhalb von wenigen Stunden schonend verarbeitet werden. (JR)

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