ASFINAG: Südröhre des Strenger Tunnels geht heute in Betrieb

Wien (OTS) - Heute wird im Tiroler Oberland die Eröffnung der Südröhre des Strenger Tunnels gefeiert. Die offizielle Verkehrsfreigabe der Umfahrung Strengen erfolgte bereits am 16. Dezember 2006; durch das Hochwasserereignis im August 2005 konnte im Vorjahr jedoch nur die Nordröhre im Gegenverkehr in Betrieb gehen. Aufgrund der Hochwasserschäden wurde die Landesstraße B 316 (zukünftige L 68) für längere Zeit unbefahrbar und so musste die Südröhre des Strenger Tunnels für den Verkehr entsprechend adaptiert werden, um vorerst einen provisorischen Betrieb durch eine der beiden Tunnelröhren zu ermöglichen. Dadurch ergaben sich aber auch ein geänderter Bauablauf sowie eine um rund fünf Monate verlängerte Bauzeit.

Ohne den Strenger Tunnel wären das Arlberggebiet und Teile des Stanzer Tales seit der Hochwasserkatastrophe im August 2005 von Tirol aus nicht erreichbar gewesen. Schon diese Tatsache unterstreicht die große Bedeutung, die dieser Tunnel sowohl für die Region als auch für die überregionale Ost-West-Verbindung hat.

Vizekanzler Hubert Gorbach: "Die Umfahrung Strengen ist ein wichtiger Meilenstein für das Lückenschlussprogramm im hochrangigen Straßennetz. Die beiden Wirtschaftsräume Tirol und Vorarlberg sind wieder ein Stück näher zusammengerückt. Mit der nunmehr fertig gestellten zweiten Röhre ist außerdem die Sicherheit auf diesem Streckenabschnitt in erheblichem Maße gestiegen, da die Tunnelanlage auf höchstem sicherheitstechnischen Standard ausgebaut und ab heute im Richtungsverkehr betrieben werden kann."

Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa: "Ich freue mich, dass nunmehr der Bau des Strenger Tunnels abgeschlossen ist und auch die zweite Röhre in Betrieb genommen werden kann. Die Bedeutung dieses Tunnels hat sich bereits bei der Hochwasserkatastrophe des vergangenen Jahres eindrucksvoll gezeigt - nur durch diesen Tunnel war die Erreichbarkeit von Teilen des Stanzer Tales sowie des Arlberggebietes gewährleistet. Mit der Inbetriebnahme der zweiten Röhre ist ein weiterer Teil des vierspurigen Ausbaus der Arlbergstrecke abgeschlossen."

Angesichts der Verkehrsprognosen, die ein Wachstum des Verkehrs bis 2010 auf fast 19.000 Fahrzeuge täglich im Bereich des Strenger Tunnels erwarten lassen, wird eine gut ausgebaute und sichere Route notwendiger denn je. Die ASFINAG versteht sich als Dienstleistungsunternehmen, welches für seine Kunden sowohl ein verbessertes Streckennetz als auch optimale Sicherheitseinrichtungen im höherrangigen österreichischen Straßennetz bereitstellen will.

"Gerade ein zweiröhriger Tunnel liefert einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf den österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen. Ganz besonders hervorzuheben sind die hochmodernen Sicherheitsausrüstungen in den beiden Tunnelröhren. Sie entsprechen bereits den neuesten europäischen Sicherheitsstandards", betont ASFINAG Vorstandsdirektor Franz Lückler.

Geschäftsführer DI Alois Schedl, ASFINAG Bau Management GmbH: "Die Umfahrung Strengen zählt mit ihrer zweiröhrigen Tunnelanlage zu den größten Infrastrukturprojekten in Tirol. Mit der Eröffnung des Strenger Tunnels wird die Strecke nicht nur um 1,2 km kürzer, sondern die Schadstoffbelastung im Bereich zwischen Pians und Flirsch wird nach Expertenmeinung um rund 70 % reduziert werden. Diese Entlastung des Ökosystems bedeutet gleichzeitig eine wesentliche Steigerung der Lebensqualität in den Anrainergemeinden."

Die Kosten für die Umfahrung Strengen betragen rund 230 Mio. Euro netto und werden ausschließlich durch die Einnahmen der ASFINAG aus Maut, Vignette und LKW-Road-Pricing finanziert.

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