Rübig: Europäer sparen 20 Prozent Energie bis 2020!

'Jahresaktionspläne zur Energieeffizienz' auf nationaler Ebene

Brüssel, 2. Juni 2006 (ÖVP-PD) "Die EU kann im Energieeffizienzsektor direkt und indirekt eine Million Arbeitskräfte schaffen. Eine bessere Energieeffizienz würde Europa somit nicht nur erhebliche Mittel sparen helfen, sie könnte auch einen großen Beitrag zur EU-Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung leisten. Energieeffizienz ist die umfassendste, schnellste und billigste Reaktion auf die Herausforderungen der Energiesicherheit, der steigenden und schwankenden Energiepreise sowie der Umweltbelange", sagte heute, Freitag, der Energiesprecher der EVP-ED Fraktion im Europäischen Parlament, Dr. Paul Rübig, nach der Abstimmung über den Bericht zum Grünbuch zur Energieeffizienz in Brüssel. ****

Die notwendige Auseinandersetzung mit der Energieeffizienz zählt in den kommenden Jahren zu den Prioritäten der EU. "Im Grünbuch wird deshalb versucht, die Engpässe zu bestimmen, die gegenwärtig die Umsetzung kostengünstiger Effizienzsteigerungen verhindern - zum Beispiel ein Mangel an angemessenen Anreizen, Informationen und verfügbaren Finanzinstrumenten. Es werden Lösungen entwickelt, wie diese Engpässe überwunden werden können. Die vorgeschlagenen zentralen Aktionen umfassen unter anderem die Erstellung von 'Jahresaktionsplänen zur Energieeffizienz' auf nationaler Ebene", so Rübig. "Studien zufolge könnte die EU außerdem mindestens 20 Prozent ihrer derzeitigen Energieverbrauchs auf kosteneffiziente Art und Weise sparen. Um dieses Potential aber ausnützen zu können, sind Maßnahem auf EU-, nationaler, regionaler, lokaler und internationaler Ebene und sowohl von der Industrie als auch von den Verbrauchern notwendig. Energieeffizienz sollte in die europäische Verkehrs-, Landwirtschafts-, und Außenpolitik integriert werden", fordert der Energiesprecher weiter.

Die Europaabgeordneten forderten außerdem noch die Erweiterung von Energieeffizienz-Kennzeichnung und anderen Verbraucherinformationsmodellen, eine europäischen Gebäudeinitiative, um verbesserte Energiestandards für neue Gebäude zu koordinieren sowie die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen und die Ersetzung alter Haushaltsgeräte. "Sowohl die Mitgliedstaaten als auch die EU-Institutionen müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Es gibt bereits Energieeffizienzmaßnahmen, so zum Beispiel die Richtlinien über Gebäude, Kraft-Wärmekopplung, Ökodesign, Emissionshandel und Endverbraucherenergieeffizienz. Wenn diese EU-Gesetzgebung vollständig von den Mitgliedstaaten umgesetzt und angewendet würde, hätte die EU schon die Hälfte des sich gesetzten Ziels von Einsparungen von 20 Prozent bis 2020 erreicht. Daher drohen den Mitgliedstaaten Vertragsverletzungsverfahren, wenn die EU-Gesetze noch nicht entsprechend umgesetzt wurden", fordert Rübig abschließend.

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