Grüne kritisieren die Kürzung des NÖ Umweltbudgets für 2007

Fasan: "Werden die Nationalparks die Stiefkinder des Landes?"

St. Pölten (Grüne) - Auf scharfe Kritik der Grünen stößt die Kürzung des Naturschutzbudgets im aktuell vorliegenden Voranschlag des Landes für 2007. "Die Ausgaben für die Nationalparks werden gekürzt, die Ermessensausgaben für Umweltschutz werden halbiert und das Gesamtbudget für Natur- und Landschaftsschutz sinkt im Vergleich zum Vorjahr um über 400.000 Euro", so der Umweltsprecher der NÖ Grünen, LAbg. Martin Fasan. Eine Scheinerhöhung kommt nur durch die Hereinnahme der teuren Tierseuchenvorsorge zustande.

Fasan: "Es scheint, als hätte die Landesregierung aus dem Rechnungshofbericht über die Nationalparks nichts gelernt. Hier müsste investiert statt gekürzt werden!" Ein Rechnungshofbericht vom Jänner 2006 stellte schwere Mängel in der Zusammenarbeit zwischen Wien und Niederösterreich im Nationalpark Donau-Auen fest. Das von den drei Eigentümern des Nationalparks (Wien, NÖ und Bund) "angestrebte Ziel, einheitliches Management und klare Verantwortlichkeiten für den gesamten Nationalpark zu gewährleisten, wurde nicht erreicht", hieß es in dem Bericht. "Soll dieses Manko jetzt durch Budgetkürzungen für den Nationalpark behoben werden?" fragt sich Fasan.

Budgetzuwächse gibt es hingegen bei der Landesgartenschau. "Kein Wunder", ätzt Fasan, "Umweltschutz spielt sich bei der ÖVP offensichtlich nur mehr im Garten ab. So positiv die Gartenaktion des Landes auch ist, der restliche Naturschutz darf in Niederösterreich nicht wie ein Stiefkind behandelt werden".

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