"Atomwolke" trübt Nachbarschaftspolitik Kärnten-Slowenien

Rote Karte für zweiten Reaktor in Krsko von Kärntner Sozialdemokratie

Klagenfurt (SP-KTN) - Der Klubobmann der Kärntner SPÖ, Peter Kaiser, fordert von der slowenischen Regierung den Verzicht auf den Ausbau der Atomenergie und konkrete Maßnahmen, die auf eine Schließung des bestehenden Kraftwerks in Krsko abzielen. Slowenien betreibt seit Anfang der 1980er Jahre in Krsko einen Reaktor zur Stromerzeugung. Die Regierung plant dort den Bau eines weiteren Reaktors.

"Es gibt in unserem Nachbarland ausreichend Ausbaumöglichkeiten für erneuerbare Energien und zudem zur Steigerung der Energieeffizienz", sagt Kaiser. Es liege zwar auf der Hand, dass der Atomausstieg kein kostengünstiges Unterfangen sei, die Sicherheit der Menschen und der Umwelt stünden aber dennoch in keiner Relation zu jenen wirtschaftlichen Überlegungen, die einen Ausstieg weiter auf die lange Bank schieben ließen, so der SP-Klubobmann.

Kaiser appellierte an die slowenische Regierung, sich nicht kapitalistischen Überlegungen, sondern den Interessen der Menschen zu stellen. Kaiser dazu: "Kurz und langfristig muss der Atomausstieg das Ziel sein."

Kaiser hinterfragte auch die Sinnhaftigkeit der geplanten Erhöhung der Euratom-Mittel. "Ich halte diesen Schritt für falsch und verstehe nicht, dass die Bundesregierung nicht endlich ein Veto gegen die Aufstockung einlegt", bekräftigt Kaiser die Ablehnung der Kärntner SPÖ für die geplante Erhöhung. "Ich würde mir von einem Bundeskanzler, der das Wohl der Österreicherinnen und Österreicher im Sinn hat erwarten, dass er sich gegen die europäische Atomrenaissance stark macht und sich ambitioniert für den Atomausstieg einsetzt", schloss Kaiser.

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