Weinzinger: Umweltminister Pröll verwechselt sich mit dem Rechtsstaat

Grüne Kritik an Bevorzugung von Männern traf Minister am Glaskinn

Wien (OTS) - Umweltminister Pröll traf gestern die Kritik an der Bestellung von zwei Männern als Sektionschefs, obwohl es auch qualifizierte Frauen gegeben hätte, am Glaskinn reagiert. Die Kritik der Grünen Frauensprecherin sei eine Ohrfeige für den Rechtsstaat, ereiferte sich Pröll. "Der Umweltminister verwechselt offenbar sich mit dem Rechtsstaat. Eine Kritik an Entscheidungen des Umweltministers ist keine Ohrfeige für den Rechtsstaat, sondern eine Kritik am Umweltminister. Die Heftigkeit der Reaktion Prölls und die völlig abstrusen Rechtfertigungsversuche beweisen allerdings, wie sehr die Grünen ins Schwarze getroffen haben", so Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen.

Die Grünen werden selbstverständlich weiterhin Druck machen, damit Frauen im öffentlichen Dienst und dazu zählen Ministerien Karrierechancen haben und nicht von vornherein 'ausgesiebt' werden. Im Gegensatz zu Pröll halten wir es für wichtig, dass Frauen in Spitzenfunktionen gleiche Rechte haben. "Faktum ist, dass im Umweltministerium ausschließlich Männer Sektionsleitungsposten innehaben und keine einzige Frau. Dass es jetzt die Chance gegeben hätte, mit gut qualifizierten Frauen dieser frauenpolitischen Wüste ein Ende zu machen, diese Chance ließ Pröll ungenützt", kritisiert Weinzinger.

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