AK: Schutz vor lästigen Überraschungen bei Paketzustellung (1)

Wien (OTS) - Wer im Versandhandel oder online etwas bestellt, hat auf Wahl und Qualität des Zustellers meist keinen Einfluss. Die AK hat daher Anfang 2006 die Standardange-bote von Post, GLS, UPS, DPD und DHL erhoben: Zugestellt wird ein Paket in Österreich in der Regel in einem Tag. Die Post mit ihren vielen Abholstellen stellt einmal, die Privaten bis zu dreimal zu, weil sie kaum Abholstellen haben. Danach hinterlegen die Zusteller das Paket grundsätzlich fünf Tage lang. Die kurze Lager-frist gilt bei der Post aber nur für Pakete von großen Versandhäusern wie Quelle, Otto und Co, sonst wird bis zum dritten Montag nach Benachrichtigung aufbe-wahrt.

Sie bestellen im Versandhandel oder Internet T-Shirts - was sollten Sie beachten? Klären Sie mit dem Versandhändler, wer die Ware transportiert. Mit unbekannten Händ-lern Nachnahme (Zahlung bei Paketübernahme) oder Aufgabebestätigung vereinbaren.

Sie bekommen das Paket und sind nicht zu Hause? Die Post stellt einmal zu, da sie ein sehr dichtes Filialnetz hat: über 1.500 Geschäftstellen. GLS, DHL und DPD stellen zwei-mal, UPS dreimal zu. Bei DPD kann ein dritter Zustellversuch kostenpflichtig vereinbart werden. Die privaten Zusteller haben wenige Abholstellen in Österreich: DPD 12, GLS 10, DHL 8 und UPS 7 (plus 20 Partnerstellen, wo auf Kundenwunsch hinterlegt wird).

Die Post kann laut ihren Geschäftsbedingungen ein Paket auch den Nachbarn überge-ben. Soll der Nachbar das Paket nicht übernehmen, können Konsumenten bei der Post vorab Ersatzempfänger schriftlich nennen oder Ersatzzustellungen ganz ausschließen. Bei den Privaten ist das nicht möglich.

Bei einer gescheiterten Zustellung, auch wenn das Packerl beim Nachbarn ist, wirft die Post eine Benachrichtigung in den Briefkasten oder bringt sie manchmal auch an der Wohnungstür des Empfängers an. Auch die privaten Anbieter machen das so oder befe-stigen ihn beim Eingang der Häuser (Glocke, Gegensprechanlage), wenn sie keinen Schlüssel haben. GLS, DPD und DHL hinterlegen die Packerl fünf Tage lang, bevor sie zurück an den Absender gehen. Die Post hinterlegt die Packerl von großen Versand-händlern wie Quelle, Klingel, Otto Versand oder Heine ebenfalls fünf Tage. Packerl von Privatpersonen, sonstigen Firmen, etc. werden von der Post sogar bis zum dritten Mon-tag nach Benachrichtigung aufgehoben. UPS macht sich mit dem Versender aus, wie lange sie das Packerl im Lager haben und verlangt ab dem sechsten Tag Lagergebüh-ren. Da die Alternativanbieter wenige Abholstellen haben, kann nach einem gescheiterten Versuch ein Termin oder eine andere Zustelladresse, z.B. der Arbeitsplatz, vereinbart werden.

Kommt die Ware nicht oder beschädigt an, kann die Schadensabwicklung zwischen Absender, Empfänger und Zusteller mühsam sein. Das Rücktrittsrecht von Fernabsatz-verträgen ist dann oft der beste Ausweg: Konsumenten können von vielen Bestellungen - Ausnahme, z.B. entsiegelte Software, Tickets, Maßanfertigungen - innerhalb von sieben Werktagen, wobei der Samstag nicht mitzählt, ab dem Tag, wo der Konsument die Ware erhält, kostenlos und schriftlich zurücktreten.

Bei längerer Abwesenheit, z.B. Urlaub kann der Konsument nur bei der Post kosten-pflichtig einen Nachsendeauftrag erteilen. Die Post verrechnet fünf Euro für bis zu 30 Tage, 7,50 Euro für bis zu drei Monate Nachsendung in Österreich zuzüglich Ver-sandspesen. (Forts.)

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Doris Strecker
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