ORF-Publikumsrätin Michaela Mojzis: Diskussion um ORF-Generaldirektorin bedient sich klarer Stereotypen

Wien (OTS) - "Als Publikumsrätin und engagierte Frau sehe ich problematische Tendenzen in der aktuellen Diskussion um Generaldirektorin Dr. Monika Lindner", so Michaela Mojzis, ORF-Publikumsrätin und Kommunikationsberaterin. Sie sieht die Angriffe auf die ORF-Chefin definitiv stereotyp geführt. "Würde man einem g'standenen Mann als ORF-Chef die gleichen Vorwürfe machen? Mit den gleichen Worten?"

Aussagen wie "Frau Lindner kann das nicht" oder "Frau alleine ist zu wenig" brächten sehr deutlich diskriminierende Tendenzen in die Diskussion um die Führungskompetenzen von Dr. Monika Lindner. Und dass Kompetenz mit der Wahl eines Sitzplatzes in Verbindung gebracht werde, könne wohl auch nur einer Frau passieren, kritisiert Mojzis. Kompetenz in der Führung des ORF bedeute, dass Menschen dieses komplexe Unternehmen professionell und erfolgreich durch den immer härteren Wettbewerb führen. Mojzis: "Das hat Monika Lindner definitiv geschafft, denn mit knapp 46 Prozent Marktanteil liegt der ORF im europäischen Spitzenfeld der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Abseits dieser marktwirtschaftlichen Erfolge hat die Generaldirektorin gerade in letzter Zeit mit Sendungsformaten wie "Dancing Stars" oder Live-Opernübertragungen große Publikumserfolge erzielt. Die überragende Markführerschaft von ORF.at im Onlinebereich nicht zu vergessen."

Mojzis weiter: "Als Frau und Topmanagerin wird Dr. Monika Lindner jetzt in ihrer Kompetenz persönlich angriffen. Sie wird als Mensch in Frage gestellt - Männer in exponierten Führungspositionen würde man auf diese persönliche Art nicht heruntermachen. Hier findet man respektvollere und vor allem distanziertere Ausdrucksweisen. In der aktuellen Diskussion um die Führung des ORF gilt nicht nur Fairness in fachlichen Fragen, sondern diese Fairness hat Dr. Monika Lindner auch als Frau in einer Top-Führungsposition verdient.

Es ist jedenfalls zu begrüßen, dass mit Generaldirektorin Monika Lindner eine Frau eine Spitzenposition im Management innehat. Sie ist damit Vorbild für weibliche Nachwuchsführungskräfte, speziell im Management von Unternehmen, die in hartem Branchenwettbewerb und unter besonderer Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit stehen."

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Michaela Mojzis
Kommunikationsberaterin
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