Nach Bilanz 2004: Problem bereinigt - Hypo Alpe-Adria-Gruppe mit Rekordergebnis 2005 weiter auf Erfolgskurs

Klagenfurt/Wien (OTS) - Die Hypo Alpe-Adria-Gruppe hat seit der Gründung in ihrer jetzigen Form als Aktiengesellschaft im Jahr 1991 eine beachtliche Performance erzielt. Kein anderes Geldinstitut hat in der Alpe-Adria-Region vergleichbare Wachstumsraten und Ergebnisse vorzuweisen. "Allen Unkenrufen zum Trotz haben wir nach der Einmalverbuchung der Swap-Verluste in der Bilanz 2004 das Jahr 2005 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen und unsere Ertragskraft weiter erhöht", kommentiert Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Kulterer die vorige Woche veröffentlichten testierten Bilanzen für die Jahre 2004 und 2005. "Mit der Verdichtung unseres Netzwerkes haben wir unseren Aktionsradius in der Großregion Alpe-Adria, in der aktuell rund 70 Millionen Menschen leben, erheblich ausgedehnt und mit 750.000 betreuten Kunden unsere starke Marktstellung im südosteuropäischen Wirtschaftsraum weiter verbessert. Die Ländergesellschaften haben die wirtschaftliche Dynamik der Region für sich genützt und damit über den Erwartungen liegende Ergebnisse erwirtschaftet."

Bilanz 2004 durch Swap-Bereinigung belastet

In der neu erstellten Bilanz für das Jahr 2004 weist die Hypo-Alpe-Adria-Gruppe eine Bilanzsumme von EUR 17,828 Mrd., ein Betriebsergebnis von 236 Millionen Euro und ein negatives Ergebnis in Höhe von EUR 99 Millionen aus. Dies ist auf eine Einmalverbuchung der negativen Swapwerte zurückzuführen. Dazu Kulterer: "Wir standen bei der Erstellung der Bilanz unter allergrößtem Zeitdruck und sind daher im Sinne einer raschen und einvernehmlichen Lösung und vor allem zum Wohle der Bank der Sichtweise der FMA gefolgt, die die schlechtest mögliche Bilanzierungsvariante zum Ansatz gebracht haben wollte. Unsere beiden Wirtschaftsprüfer haben uns bestätigt, dass es genauso gut möglich gewesen wäre eine Variante zu wählen, die einen Gewinn in der Höhe von EUR 68 Mio. ausgewiesen hätte." Mit dieser einmaligen Bereinigung sind nun sämtliche Negativa zur Gänze in der Bilanz 2004 abgeschrieben worden und weitere Belastungen in den nächsten Jahren ausgeschlossen.

2005: Dynamisches Wachstum fortgesetzt

Wie schon in den vergangenen zehn Jahren hat die Hypo-Alpe-Adria-Gruppe auch im Jahr 2005 ihr dynamisches Wachstum weiter fortgesetzt. Dies spiegelt sich vor allem bei der Entwicklung der Bilanzsumme wider, die sich zum Bilanzstichtag gegenüber 2004 um 35,9 % auf EUR 24,2 Mrd. erhöhte. Die Eigenmittel erreichten EUR 1.471,4 Mio. und mit einer Eigenmittelquote von 8,5 % zum Bilanzstichtag liegt die Hypo Alpe-Adria-Gruppe klar über der in Österreich gesetzlich erforderlichen Mindestquote von 8 %. Das unveränderte Moody’s Rating Aa2 bestätigt weiterhin die hervorragende Bonität der Hypo Gruppe und deren Platz im Spitzenfeld der österreichischen Banken.

Ertragskraft weiter verbessert

Mit historischen Rekordwerten bei Betriebsergebnis und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) hat die Hypo Alpe-Adria-Gruppe im Jahr 2005 auch ihre Ertragskraft weiter verstärkt. So erreichte das Betriebsergebnis EUR 304,7 Mio. und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) EUR 228,4 Mio. Auch die Cost-Income-Ratio von 54,48% und der Return on Equity vor Steuern von 28,28% bzw. 21,28% nach Steuern spiegeln die ungebrochene Stärke der Hypo Gruppe wider. "Sämtliche Kennzahlen der Bilanz 2005 zeigen eindeutig, dass die Hypo Alpe-Adria-Gruppe trotz aller Skandalisierungsversuche ein äußerst erfolgreiches Finanzinstitut ist, das ihre Strategie in der Alpe-Adria Region konsequent verfolgt hat und für ihr weiteres Wachstum gut gerüstet ist", ergänzt Kulterer.

Weichen auf weiteres Wachstum gestellt

"Die erfolgreiche Entwicklung der Hypo Alpe-Adria-Gruppe in den vergangenen Jahren beruht primär auf dem harmonischen Wachstum der Gruppe mit ihren derzeit mehr als 250 Standorten. 90 % der Assets, die die Gruppe in den vergangenen 12 Jahren kontinuierlich auf- und ausgebaut hat, stammen aus Neugründungen von Banken- und Leasinggesellschaften, nur weniger als 10 % aus Akquisitionen. Diese haben sich durchwegs erfolgreich entwickelt und ihrerseits wieder eine tragfähige Basis für das organische Wachstum der Gruppe gebildet", zeigt Kulterer einen wesentlichen Erfolgsfaktor des Finanzkonzerns auf und ergänzt: "Wir gehen deshalb selbstbewusst an die Herausforderungen der Zukunft heran. Als eigenständiger Finanzdienstleister werden wir unserem Regionalitätsprinzip treu bleiben und unser Vertriebsnetz in den definierten Märkten kontinuierlich verdichten, um so von den dynamisch wachsenden Märkten in der Alpe-Adria Region überproportional zu profitieren.

Kapitalerhöhung um EUR 250 Mio. für weitere Expansion

Vor dem Hintergrund des geplanten weiteren Wachstums und in Vorbereitung des für 2007/2008 geplanten Börseganges haben die Eigentümer der Hypo Alpe-Adria-Bank - Kärntner Landesholding und Grazer Wechselseitige Versicherung AG - eine Kapitalerhöhung beschlossen, die der Hypo Alpe-Adria-Bank einen Emissionserlös in der Höhe von EUR 250 Mio. für die weitere Expansion zur Verfügung stellen wird. Mit der Platzierung der jungen Aktien bei internationalen institutionellen Investoren wurde die HSBC Bank mandatiert. Vienna Capital Partners (VCP) sind Berater der HSBC Bank. "Mit dieser Kapitalerhöhung ist unsere Kriegskasse für die weitere Expansion gut gefüllt", freut sich Kulterer.

Dazu Heinrich Pecina, Gründer und Senior Partner der VCP: "Die Hypo Alpe Adria-Gruppe zählt zu den ganz großen Erfolgsgeschichten in der Alpe-Adria-Region. Sie hat neue Märkte im Alpe-Adria-Raum erfolgreich erschlossen und ist in den letzten Jahren nicht nur außerordentlich stark gewachsen, sondern hat auch ihre Profitabilität laufend erhöht. So hat sie in den vergangenen fünf Jahren ihr Betriebsergebnis vervierfacht und das EGT sogar mehr als verzehnfacht. Im gleichen Zeitraum hat sich die Bilanzsumme mehr als verdreifacht. Um nun wieder eine für so eine expansionsstarke Bank typische Bilanzstruktur zu erreichen und weiter jederzeit alle sich bietenden Chancen am Markt zu nutzen, halten wir eine Kapitalerhöhung zum jetzigen Zeitpunkt für den logisch nächsten Schritt in der Unternehmensentwicklung," und Russel Julius, Head of Equity Capital Markets EMEA bei der HSBC ergänzt: "Wir sind bei der Platzierung der Pre-IPO-Anleihe im letzten Sommer auf sehr großes Interesse bei institutionellen Investoren gestoßen. Dieses Interesse hat sich in den letzten Monaten bei Unternehmenspräsentationen noch weiter verstärkt, sodass wir heute sicher sind, dass wir eine Kapitalerhöhung dieser Größenordnung gut auf den internationalen Märkten bei ausgewählten Investoren platzieren können."

Ausblick

Nach der dynamischen Expansion mit dem sukzessiven Markteintritt in insgesamt neun Ländern in der Alpe-Adria-Region plant die Hypo Alpe-Adria-Gruppe künftig hauptsächlich ihr bestehendes Vertriebsnetz zu verdichten. Dies bedeutet sowohl für die Bank als auch die Leasinggesellschaften neue Filialen zu eröffnen sowie den direkten Vertriebsweg zu forcieren. Die Hypo Alpe-Adria-Gruppe setzt klar auf ein internes Wachstum bei gleichzeitiger Beibehaltung des bewährten Regionalitätsprinzips. Akquisitionen werden daher nur bei besonderen Gelegenheiten erfolgen und sehr selektiv geprüft werden. Während sich die Hypo Alpe-Adria-Gruppe im Geschäftsbereich Banking primär auf die bestehenden Märkte konzentriert, ist eine Ausdehnung der Aktivitäten im Geschäftsbereich Leasing auf neue Märkte eine Option, die intensiv geprüft wird. Dazu Kulterer: "Für die einzelnen Märkte bedeutet dies, dass wir Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Serbien und Montenegro flächendeckend mit dem Universalbankprinzip abdecken wollen. In Österreich und Deutschland streben wir eine Ausdehnung unserer Marketingaktivitäten an. Zur Erschließung des hochwertigen Kapitalmarktes haben wir eine eigene Repräsentanz in London eröffnet. Im Leasinggeschäft wird es unser Ehrgeiz sein, die Position in den einzelnen Ländern zu etablieren und als Spezialist einzelne Marktnischen zu festigen. Für den Leasingbereich ist die Expansion über das Bankennetz hinaus mit Aktivitäten in Ungarn, der Slowakei, in Tschechien, Bulgarien und in der Ukraine angedacht."

Das Management der Hypo Alpe-Adria-Gruppe rechnet auch für das Jahr 2006 mit einer positiven Entwicklung der Finanzgruppe und erwartet daher einmal mehr eine Steigerung der Bilanzsumme bei gleichzeitiger Beibehaltung des hohen Niveaus der Ertragskennzahlen. Auch für die kommenden Jahre ist die Hypo Alpe-Adria-Gruppe optimistisch, die dynamische Entwicklung weiter fortzusetzen. Hand in Hand mit der geplanten stärkeren Marktdurchdringung in allen Geschäftsbereichen sollte die Kundenbasis der Hypo Alpe-Adria-Gruppe bis 2010 die Millionengrenze erreichen können.

HYPO ALPE-ADRIA-BANK INTERNATIONAL AG

Die HYPO ALPE-ADRIA-BANK INTERNATIONAL AG ist ein internationaler Finanzkonzern mit mehr als 250 Standorten in Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien-Montenegro, Liechtenstein und Deutschland. Die Eigentümer sind zu 49,4 Prozent die Kärntner Landesholding, zu 45,6 Prozent die Grazer Wechselseitige Versicherung und zu 5 Prozent die Hypo Alpe-Adria Mitarbeiter Privatstiftung. Im Hypo Alpe-Adria-Netzwerk sind derzeit über 5.000 Mitarbeiter für ca. 750.000 Kunden tätig.

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