ORF-Stiftungsrat Strobl fordert vorläufige Enthebung von Mück als ORF-Chefredakteur

Strobl für Untersuchungskommission wie bei Fall Seledec: Schwere Vorwürfe aufklärungsbedürftig

Wien (OTS) - "Die massiven Vorwürfe aus dem MitarbeiterInnenkreis gegen ORF-Chefredakteur Werner Mück können nicht ohne Konsequenzen bleiben. Es ist ständig in Diskussion, dass Mück in die nächste ORF-Geschäftsführung berufen werden könnte. Wenn die erhobenen Vorwürfe - Drohungen mit dem Karriereende bzw. berufliches ‚Umbringen’, Mobbying, Frauenfeindlichkeit, Verstöße gegen das Redakteursstat etc - stimmen, ist es nach den Regeln der Mitarbeiterführung unvorstellbar, dass Mück für eine weitere Führungsfunktion in Frage kommt", erläutert der von den Grünen nominierte ORF-Stiftungsrat, Pius Strobl. "Vor einer allfälligen Bestellung Mücks müssen die Vorwürfe restlos geklärt sein. Eine Klärung ist nicht möglich, solange er sein Amt ausübt. Analog zum Fall Seledec ist die ORF-Geschäftsführung aufgefordert, Mück von seiner Führungsfunktion bis zur Klärung aller Vorwürfe vorläufig zu entheben und eine Untersuchungskommission einzusetzen."

"Dem Stiftungsrat ist nicht zuzumuten, dass eine Person zur Wahl vorgeschlagen wird, gegen die derartige Vorwürfe im Raum stehen, die bei jedem anderen Unternehmen das Ende der Karriere bedeuten würden", so Strobl weiter. "Angesichts des Droh- und Angstklimas in der von Mück geführten Hauptabteilung ist eine lückenlose Aufklärung nur dann möglich, wenn sämtliche betroffenen MitarbeiterInnen frei und ungehindert befragt werden können, ohne sich der Gefahr auszusetzen, unter Umständen mit der Drohung ‚Ich kann sie jederzeit umbringen’, behelligt zu werden", so Strobl.

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Pius Strobl

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